Jay Kapur hat in seiner Session über die Herausforderungen bei der Gestaltung von gestenbasierten Interfaces auf Basis von Kinect gesprochen.
Gestenbasierte User Interfaces stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Er erwartet eine intensive Entwicklung sowohl auf technischer Seite als auch auf menschlicher Seite. Die Technik wird immer besser werden. Aber auch die Erwartungen der Anwender werden sich mit steigender Verbreitung verändern. Wenn gestenbasierte UIs heute noch befremdlich wirken, werden sie in Zukunft normal sein.

Kinect UI is in the early stages of evolution and progression.

Die Eingabetechnologie hatte in der Vergangenheit immer einen großen Einfluss auf die Gestaltung des User Interfaces.

Wohin die Reise bei gestenbasierten UIs geht, ist noch nicht ganz klar. Es ist in der Tat eine Abenteuerreise. Bei der Gestaltung von gestenbasierten User Interfaces stehen aktuell aus seiner Sicht zwei zentrale Aspekte im Vordergrund:
* Es gibt deutlich mehr Interaktionsmodi als bei anderen Eingabetechnologien. Menschen können beispielsweise bei der Bedienung sitzen, stehen, wegschauen, sich bewegen usw.
* Das System muss versuchen zu erkennen, ob ein Mensch mit dem System interagieren will oder sich nur aus anderen Gründen bewegt, z.B. um etwas zu trinken. Das kann z.B. über die Ausrichtung des Gesichtes in Richtung des Ausgabegerätes geschehen.


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.