Katta Spiel (TU Wien) nutzte die alt.chi-Session für einen kritischen Blick auf Fitness Tracker.

Fitness tracker do not facilitate a better life: they define it, without oversight, without transparency, using emotional design tricks to engage in progressive definition what it means to be human.

Sie kritisiert, dass die Designer und Entwickler von Fitness Trackern unreflektiert gesellschaftlichen Ideologien folgen:

  1. Jeder Körper muss verbessert werden. Der ideale Körper ist schlank.
  2. Der Körper ist unter voller Kontrolle des Menschen. Für Fitness und Gesundheit ist jeder selbst verantwortlich.
  3. Die Schritte, die der Fitness Tracker erkennt, bedeuten Fitness.
  4. Mehr Schritte sind immer gut
  5. Wenn man dadurch nicht fit geworden ist, beginne bei 1.

Sie warf folgende Fragen auf: Wäre es nicht besser diese Normen zu hinterfragen und das Wohlgefühl der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen? Sind Schritte die ultimative Metrik dafür?

Don’t make people feel bad as default state of your interaction.

Siehe auch

Vollständiges Paper in der ACM Digital Library

Kategorien: Menschliches Verhalten

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.