Mein Fazit zur #chi2018 in Montreal

Die CHI2018 war wieder großartig – 3.372 Teilnehmer aus 58 Ländern, über 1.200 Beiträge und das in 23 parallelen Tracks. Thematisch ging es dieses Jahr viel um Virtual Reality, Augmented Reality, Machine Learning, Vorhersage von Nutzerverhalten, Diversity, Datenvisualisierung, Voice User Interfaces, Datenschutz, Sketching, Game Design, Handwerk / Making, Health Care, Cognitive Work Load, Barrierefreiheit, Crowd User Research und Design Research.

Auffällig war, dass bei zahlreichen Studien rund um menschliches Verhalten folgendes methodisches Vorgehen zu sehen war:

  1. Mit möglichst vielen Sensoren Daten zum Nutzerverhalten sammeln.
  2. Diese Daten labeln, also zu jedem Datensatz ergänzen, ob ein bestimmtes Ergebnis erreicht bzw. ein bestimmtes Verhalten gezeigt wurde oder nicht.
  3. Beides in Machine Learning-Tools (z.B. Tensor Flow) stecken und ein Modell berechnen lassen.
  4. Die Vorhersagegenauigkeit des Modells zum menschlichen Verhalten in der Praxis evaluieren.

Ansonsten war auch das Leitthema der CHI2017 „Human Computer Integration“ wieder zu spüren. Allerdings weniger als generelles Thema, sondern mehr als selbstverständlicher Bestandteil verschiedener Beiträge. Die internationale HCI-Community hat die Herausforderung offensichtlich angenommen und arbeitet daran.

Auch die kritische Auseinandersetzung mit den negativen Nebenwirkungen des Überwachungskapitalismuses des Silicon Valley war wieder zu verspüren – sowohl in der Abschlusskeynote als auch in zahlreichen Tracks zu Datenschutz.

Die Zusammenfassung der Beiträge, die ich mir angesehen habe, findet Ihr unter dem Tag „CHI2018“ hier im Blog. Besonders spannend fand ich folgende Beiträge:

Eine Übersicht zu allen Beiträgen sowie Links auf die vollständigen Paper findet ihr im Web Program der CHI 2018

Und da war ja auch noch Poutine – der Signature-Dish aus Montreal. In der Theorie ganz einfach: Pommes + Käse + Bratensauce, in der Praxis sehr vielfältig und mit großen Qualitätsunterschieden. Das beste Poutine habe ich übrigens bei „Montreal Poutine“ (161 Rue Saint Paul East) gegessen: