John Devanney sprach in seinem Beitrag über seine Erfahrungen bei Verizon, welchen Beitrag Design in einem Unternehmen stiften kann und wie das geführt werden kann.

„Design“ liefert aus seiner Sicht Wert durch die die Gestaltung der Interfaces zwischen Kunden und Unternehmen, durch die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen sowie durch die Stärkung der Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen.

Um diese Werte zu schaffen, genügt es nicht einzelne Designprojekte aufzusetzen. Er hob die Wichtigkeit von Designmanagement bzw. DesignOps für die Schaffung der Werte hervor. Je reifer eine Organisation hinsichtlich Design wird, um so mehr steigt der Bedarf nach Designmanagement bzw. Design Operations.

Er stellte den Ansatz von Verizon für den Betrieb der Designorganisation vor. Verizon nennt es „Design Management Office“. Es ist auf der einen Seite eine Art Framework für die Ermittlung des aktuellen Reifegrads der Organisation, zur Steuerung der Aufwände und für die Weiterentwicklung der Designorganisation. Die Kernkomponenten des Frameworks sind: Process, People und Projects.

Auf der anderen Seite ist das „Design Management Office“ ein Team, welches die Designorganisation betreibt und sich um die Umsetzung der Kernkomponenten des Frameworks kümmert. Beispielsweise strukturiert dieses Team die Projektarbeit der Entwicklungsteams, definiert und steuert die Projekt-Pipeline, unterstützt beim Zuschnitt von Projekten, die Projektergebnisse misst oder die Ergebnisse kommuniziert. Das Design Management Office klingt für mich nach einer Mischung aus einem Project Management Office und einem DesignOps-Team.


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.