MIX09: Designing the Windows 7 Desktop Experience 26Mar09






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Stephan Hoefnagels (Senior UX Designer, Windows Team, Microsoft) hat auf der MIX ein paar sehr spannende Details über die Entwicklung des Desktops von Windows 7 erzählt.

Zu Beginn der Überarbeitung der Oberflächengestaltung des Windows 7 Desktops stand eine Studie mit 300 Testpersonen. In dieser Studie ging es um die Frage: "Wie organisieren Anwender ihren Desktop.". Dabei haben sich beim Windows Desktop u.a. folgende Probleme gezeigt:

  • Es gibt zu einem Programm viele Zugänge bzw. Icons auf dem Desktop,
  • Der Desktop wirkt wegen der vielen Icons unruhig,
  • Der Platz in der Taskbar wird oft nicht optimal genutzt. Dort werden so viele Symbole angezeigt, dass oft einige Symbole ausgeblendet werden müssen,
  • Beim Navigieren zwischen mehreren Fenstern ist den Anwendern oft nicht sofort ersichtlich hinter welchem Knopf sich in der Taskbar das gesuchte Fenster verbirgt,
  • Beim Drag & Drop ist das Fensterhandling aufwändig.

Für den Windows 7 Desktop hat sich das Designteam dann folgende Ziele gesetzt:

  • Things you use all the time are at your fingertips
  • Manage your windows with confidence
  • You are in control
  • Clean and lightweight

Begonnen hat der Designprozess für den Windows 7 Desktop im Jahr 2007. Insgesamt arbeiten am Windows 7 Desktop 40 Leute, welche ca. 400 Wireframes bzw. Low Fidelity Prototypen und ca. 150 High Fidelity Prototypen für verschiedene Themen rund um den Windows 7 Desktop gebaut haben. Bemerkenswert fand ich, dass allein an der Taskbar ein interdisziplinäres Team von 12 Entwicklern, Testern, UX Researchern und Designern arbeiten.

Seine "Lessons Learned" aus dem bisherigen Designprozess:

  • Gemeinsame Ziele und UX Prinzipien im Designteam vereinbaren,
  • Kleine Themen vornehmen und nicht alle Probleme auf einmal lösen wollen,
  • frühzeitig Prototypen in der Entwicklungstechnologie erstellen,
  • Iteratives Vorgehen und viele Ideen ausprobieren,
  • Feldstudien zur Evaluierung nutzen,
  • "Liebe zum Detail" ist wichtig,
  • Nicht auf interne Usability-Tests vertrauen, da diese oft irreführende Ergebnisse liefern.

Ein sehr schöner Vortrag. :-)

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