Kategorie-Archiv: eCommerce

IAK11: Mobile Commerce – Trends und Erfolgsfaktoren für das UE Design

Sandra Griffel und Coralie Feil (Denkwerk) haben eine nicht-repräsentative Panelstudie (ca. n=500) vorgestellt, aus der sie UX-Anforderungen für mobile Commerce abgeleitet haben. Befragte waren Mitglieder des mobile Panels von phaydon. Hier ein paar Erkenntnisse aus der Studie:
* 70% der Handys der Befragten haben Internetzugang.
* 80% der Smartphone-Nutzer des Panels informieren sich mobil über Produkte. (Preis, Informationen)
* Mobile Webseiten dienen eher zur Informationsbeschaffung, Apps werden für zielgerichtete Tätigkeiten, wie z.B. Bestellung, verwendet.
* Ca. 30% der Befragten bemängeln die Nutzerbarkeit.
* Identifizierte Nutzungszenarien im Panel: „On-the-go“ (Nutzung unterwegs), „Couchsurfing“ (entspanntes Surfen im privaten Umfeld), „Socializing“ (Soziale Netzwerke)
* Identifizierte Nutzertypen im Panel: Problemlöser (Berufliche Nutzung, meist 2 Smartphones – eins privat und eins beruflich, häufig „On-the-go“-Nutzer, bestellen gern über Apps z.B. Flugbuchung), Interessierter Neuling („On-the-go“ und „Couchsurfing“-Nutzung, eher Unterhaltung als Schwerpunkt, skeptisch gegenüber mobiles Shopping), Experimentierfreudige Trendsetter (Design- und Technikfreak, hohe gestalterische Anforderungen, „On-the-go“-Nutzung, „Couchsurfing“-Nutzung, „Socializing“-Nutzung), Networkende Flaneur (Meist Android-Nutzung, Fokus aus „Socializing“-Nutzung)

Siehe auch

IA Konferenz 2011

Wocheneinkauf bei Amazon – Ein Selbstversuch

Amazon bietet ja nun neben Büchern und Haushaltsgeräten auch Lebensmittel an. In der Presse hieß es, dass dem Service von Experten ein hohes Potential eingeräumt wird.


Source: amazon.de

Nun war es dieses Wochenende eh so heiß, dass ich eigentlich keine Lust darauf hatte in den Supermarkt zu fahren. Also kam diese Nachricht genau zur richtigen Zeit und brachte mich darauf meinen Wocheneinkauf mal bei Amazon zu versuchen.
Ich muss dazu sagen, dass ich kein Neuling in Sachen Online-Lebensmittelkauf bin. Meine erste Erfahrungen waren aber ehrlich gesagt nicht so toll. Beispielsweise wurden anstatt der 10 bestellten Tomaten 10kg geliefert und der Kurier bestand auf die Abnahme der Ware.
Nun gut – Amazon investiert genug in die Usability des Shops, sodass dieser Fehler wahrscheinlich nicht nochmal passiert. Also Einkaufsliste raus und zu Amazon Wocheneinkauf tätigen. Leider wollte es nicht so recht klappen:
* Es gab nicht alles bzw. es ist schwer bestimmte Sachen zu finden z.B. Orangensaft aus Direktsaft,
* Die Preise sind teilweise deutlich höher als im Supermarkt,
* Es ist ziemlich gewöhnungsbedürftig und verwirrend, dass Druckerpatronen neben Säften in den Suchergebnissen auftauchen, außerdem leitet die Suchfunktion einen immer wieder mal zu Suchergebnissen für alle Kategorien. Sprich man sucht nach „Äpfeln“ und findet das Buch „Vier Äpfel“ von David Wagner in dem ein Mann einkaufen geht. Wie sinnig 🙂
* Der Warenkorb wird wegen der vielen Einzelartikel schnell sehr unübersichtlich, so dass es schwer fällt den Überblick zu behalten,
* Das Shopsystem ist nicht wirklich auf Lebensmittel ausgerichtet: Beispiel: „Hüftsteak, Zustand: neu“ – Hoffe nicht, dass es auch „Hüftsteak, Zustand: gebraucht“ gibt.


Source: amazon.de

* Der Einkauf im Supermarkt ist auch eine Inspirationsquelle fürs Wochenend-Menü. Beispielsweise werfe ich gern mal die Kochpläne über Bord, wenn es frische Pfifferlinge o.ä. gibt. Leider fehlt dass beim Shoppen auf Amazon total. Man wird doch sehr gezielt geführt und die Empfehlungen passen für den Lebensmittelbereich überhaupt nicht.
Am Ende bin ich dann doch in den Supermarkt gefahren und habe mich mit meinem Einkaufswagen durch die Massen gekämpft.
Mein Fazit: Der Lebensmitteleinkauf wird bei Amazon in seiner aktuellen Form genauso ein Schattendasein führen wie bei anderen Online-Shops. Es macht einfach keinen Spass. Der einzige Nutzen ist, dass man sich nicht durch überfüllte Gänge quetschen und an langen Kassenschlangen anstellen muss. Dieser Nutzen wird allerdings schnell durch den Verlust an Inspiration und z.T. deutlich höheren Preisen zunichte gemacht. Es bleibt wohl vorerst dabei, dass Online-Lebensmittel-Handel sich nur für Spezialitäten und besondere Lebensmittel eignet.

Usability – ein wichtiger Erfolgsfaktor für E-Commerce Webseiten


Screenshot: bvdw.org

Die Fachgruppe „E-Commerce“ des BVDW hat einen Leitfaden zur Usability von E-Commerce Webseiten veröffentlicht:

Unbestritten zählt die Usability zu den Erfolgsfaktoren im Online-Handel und wirkt sich unmittelbar positiv auf die Umsätze der Shops aus. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei unzureichender Benutzungsfreundlichkeit Umsatzeinbußen hingenommen werden. Der nun veröffentlichte Leitfaden benennt die wichtigsten Kriterien, führt Best-Practice Beispiele an und stellt die unterschiedlichen Methoden zur Analyse der Usability dar.

Da ich den Leitfaden von fachlicher Seite mitentwickelt habe, will ich ihn jetzt mal nicht zu viel loben. Der Leitfaden kann kostenlos auf den Seiten des BVDW heruntergeladen werden (Link weiter unten) … also am besten selbst ein Bild machen.
Aber allein die Illustration „Was wäre, wenn ein normales Laden-Regal wie ein Online-Shop aussehen würde.“ auf Seite 4 ist wirklich sehenswert. Die ist übrigens von KONO.

Siehe auch

Leitfaden „Usability – ein wichtiger Erfolgsfaktor für E-Commerce Webseiten“
Themen der Fachgruppe e-commerce für 2008

Experiment aStore „kinderfahrrad-laden.de“ – Teil 3

So, wenn ich den aStore-Statistiken glauben darf, habe ich sagenhafte Einnahmen in Höhe von 91 ct erzielt. Somit habe ich einen bisherigen Stundensatz von 0,14 EUR / h – juhu 🙂
Leider ist das Amazon PartnerNet nicht gerade ein gute Anlaufstelle um den Erfolg des eigenen aStore zu überprüfen. Es fehlt eine klare Aussage wie „Ihr aStore hat Ihnen … EUR gebracht.“. Da sollte Amazon unbedingt nachbessern. So kann man die Einnahmen jedenfalls nur sehr schwer dem aStore-Engagement zuordnen.
Die Umgestaltung des aStores gestaltet sich recht kompliziert. Die Grundstruktur des aStore ist ziemlich fest und unveränderbar. Man kann also nur ein wenig drumherum bauen. Leider ist der Grund-aStore nicht gerade ein Glanzstück in Sachen „Suchmaschinenoptimierung“. Ich bin wirklich mal gespannt, wann der Kinderfahrrad-Laden in den Suchmaschinen auftaucht. Bei Google ist er zumindest noch nicht gelistet.


Was ich bisher getan habe:

* Suchmaschinen auf Seite hingewiesen
* Gestaltung überarbeitet

Arbeitsaufwand:

* Konfiguration aStore (Produktauswahl, …): 3:50 h
* inhaltliche Redaktion: 0:18 h
* Suchmaschinenoptimierung: 0:10h
* grafische Gestaltung und Umsetzung: 1:22h
* Evaluierung (Usability, Traffic, …): 0:50 h
* Gesamt: 6:30 h

Einnahmen:

* amazon.de PartnerNet: EUR 0,91 EUR (im Übrigen für ein Buch 🙂 )

Seitenstatistiken:

Shop URL

Kinderfahrrad-Laden

aStore-Widget


Experiment aStore „kinderfahrrad-laden.de“ – Teil 2

Als ich heute so durch meinen aStore gesurft bin, ist mir aufgefallen, dass fast alle Fahrräder nicht direkt oder überhaupt nicht verfügbar sind. Das ist keine gute Voraussetzung um ein erfolgreicher Online-Händler zu werden. Leider fehlt eine Möglichkeit, mit der man als Betreiber einfach erkennen kann, welche der Produkte aktuell überhaupt bzw. nicht mehr verfügbar sind. Es gibt zwar einen sogenannten „Produktcheck“ – laut dem ist aber bis auf zwei Artikel alles in Ordnung:

Dass meine Besucher überhaupt die Chance haben meine Kunden zu werden, habe ich deshalb noch zusätzlich ein paar Produkte eingefügt, die zu Amazons Kernsortiment gehören und deshalb hoffentlich immer verfügbar sein sollten – Bücher rund ums „Fahrrad fahren“. 🙂
Weiterhin ist mir eine Hürde aufgefallen, die aus meiner Sicht sehr viele Kunden von einem Kauf in meinem aStore abschrecken wird. Die Kunden eines aStores kaufen nämlich nicht über einen individuell an den aStore angepaßten Bestellprozess, sondern über den ganz normalen Bestellvorgang auf amazon.de. Das ist ein ganz schöner Bruch, der während des Bestellvorgangs zu Irritation bzw. zu einem Vertrauensverlust in meinen Shop und somit zu einer erhöhten Abbruchquote führen wird.
Mein aStore ist wohl doch eher eine Art erweiterter interaktiver Banner für Amazon mit dem Ansinnen, dass die Amazon Partner möglichst dafür die Verteilung und die anfallenden Kosten übernehmen.
So, nun stehe ich noch vor der große Frage, was schreibe ich in das Impressum um auf der rechtlich
sicheren Seite zu sein? Da hier von Amazon keine rechtssicheren Vorlagen zur Verfügung gestellt werden – zumindest habe ich keine gefunden – hoffe ich mal, dass mir mein Impressum nicht allzu viele teure Abmahnungen einbringt. 😉


Was ich bisher getan habe:

* Bestellvorgang durchgespielt
* Produkte auf Verfügbarkeit geprüft
* Impressum gefüllt
* Neue Produkte „Passende Bücher“ hinzugefügt

Arbeitsaufwand:

* Konfiguration aStore (Produktauswahl, …): 3:50 h
* inhaltliche Redaktion: 0:18 h
* Suchmaschinenoptimierung: 0h
* grafische Gestaltung und Umsetzung: 0h
* Evaluierung (Usability, Traffic, …): 0:50 h
* Gesamt: 4:58 h

Einnahmen:

* amazon.de PartnerNet: 0 EUR

Seitenstatistiken:

Shop URL

Kinderfahrrad-Laden

aStore-Widget


Experiment aStore „kinderfahrrad-laden.de“ – Teil 1

Es wird viel über die neue Art des Verkaufens bei Amazon – die sogenannten aStores – gesprochen. Der aStore ist ein Werkzeug, dass …

… es den Amazon.de Partnern ermöglicht in ein paar einfachen Schritten, ohne Programmierkenntnisse, einen kompletten Online Shop zu erstellen. Über den Shop kann der Webseitenbetreiber seinen Besuchern den kompletten Amazon Produktkatalog anbieten, oder auch nur einige ausgewählte Produktkategorien. Der aStore kann sehr einfach in eine bestehende Webseite integriert werden. Hierzu muss lediglich eine Zeile HTML code in die Webseite kopiert werden.

Ich finde das Konzept sehr spannend, allerdings bin ich etwas skeptisch was die Praktikabilität angeht. Deshalb werde ich es einfach ausprobieren. Ich habe einen aStore namens „Kinderfahrrad-Laden“ angelegt und werde in den kommenden 6 Monaten regelmäßig über den investierten Arbeitsaufwand, die Einnahmen und die Besucherstatistiken berichten.
Thematisch habe ich mich auf Kinderfahrräder fokussiert, da es nur sehr wenige vernünftige Online-Shops für Kinderfahrrädern im Internet gibt. Kinderfahrräder sind technisch nicht sehr anspruchsvoll und werden oft als Geburttagsgeschenke bzw. als Überraschung gekauft. Da die Nutzungsdauer bei Kinderfahrrädern doch recht kurz ist, spielt der Preis eine wichtige Rolle. Außerdem ist dieses Marktsegment nicht so stark besetzt, wie z.B. technische Unterhaltungsartikel. Bei Bedarf ist es daher mit recht geringem Einsatz möglich durch Online-Werbung z.B. AdWords die Zugriffszahlen zu beeinflussen. Ich denke daher, dass sich dieses Thema gut eignet um als Grundlage für mein aStore-Experiement zu dienen.


Was ich bisher getan habe:

* aStore angelegt
* Produkte ausgesucht und in Kategorien einsortiert
* aStore in iFrame auf eine eigene Seite integriert, um mehr gestalterischen Freiraum zu haben und Google Analytics einsetzen zu können.
* Domain angemeldet

Arbeitsaufwand:

* Konfiguration aStore (Produktauswahl, …): 3:40 h
* inhaltliche Redaktion: 0h
* Suchmaschinenoptimierung: 0h
* grafische Gestaltung und Umsetzung: 0h

Einnahmen:

* amazon.de PartnerNet: 0 EUR

Seitenstatistiken:

Shop URL

Kinderfahrrad-Laden

aStore-Widget


Neue Einkaufserlebnisse bei OTTO


Screenshot: OTTO Store

Dass positive Einkaufserlebnisse den Absatz steigern, ist keine neue Erkenntnis. Im klassischen Handel wird schon lange mit großem Aufwand daran gefeilt, wie sich das Einkaufserlebnis möglichst motivierend gestalten läßt.
Nun überträgt sich dieser Trend auch auf den Online-Handel. OTTO stellt mit dem OTTO-Store einen neuen Online-Shop vor, der es seinen Anwender/Innen ermöglicht auf eine deutlich emotionalere Weise die einzelnen Artikel zu erleben und zu kaufen.
Der Shop basiert technisch auf XAML bzw. der Windows Presentation Foundation (WPF) und war eines der ersten Projekte, was mit der Markteinführung von Windows Vista als Showcase vorgestellt wurde.
Am besten einfach mal ausprobieren.

Siehe auch:

OTTO-Store