Schlagwort-Archiv: Design Thinking

Disability Mainstreaming #muc17

Der zweite Konferenztag der Mensch und Computer beginnt mit einer inspirierenden Keynote von Raúl Aguayo-Krauthausen (Sozialhelden) über Innovationen, UX und Inklusion mit vielen interessanten Denkanstößen:

Der größter Erfinder ist immer der Anwender selbst. – Raúl Krauthausen

Es genügt nicht eine Idee zu haben. Man muss sie auch umsetzen wollen. – Raúl Krauthausen

Ein Sportler weiß, warum er verloren, aber nicht warum er gewonnen hat. Man lernt aus Niederlagen mehr als aus Siegen. – Raúl Krauthausen

Der Vortrag ist sehr sehenswert und auf youtube verfügbar:

muc16: Der Design Sprint im Unternehmen

Jonathan Diehl (INFORM) hat über seine Erfahrungen bei der Einführung von Design Sprints bei INFORM berichtet. Unter Design Sprints versteht er das Konzept „Sprint“ von Jake Knapp von Google Ventures. Kern des Konezptes ist, dass innerhalb einer Woche in einem interdisziplinären Team eine Idee von der Problemdefinition über die Ideenfindung und -visualisierung bis hin zur Evaluation der Idee zu einem Prototypen oder MVP entwickelt wird.

Die Hauptmerkmale des Design Sprints sind für ihn:

  • Das Projektteam ist interdisziplinär.
  • Alles braucht ein zeitliches Limit.
  • Es wird zwischen individueller Einzelarbeit und gemeinsamer Teamarbeit gewechselt.
  • Ideen und Entwürfe werden iterativ entwickelt.
  • Der Nutzer steht im Mittelpunkt.
  • Alles wird visualisiert.

Bei der Einführung ist er bei INFROM auf folgende Hürden gestoßen und hat folgende Erkenntnisse gesammelt:

  • Die 5 Tage können nicht investiert werden: Der Design Sprint wurde auf 2 Tage reduziert. Der Kundenbesuch wird einige Tage nach den 2 Tagen durchgeführt.
  • Die Entwicklungsteams kommen nicht an die Kunden ran: Anstelle echter Kunden werden Mitarbeiter einbezogen, welche über gute Kenntnisse zu den Kunden verfügen.
  • Teilnehmer weigern sich zu zeichnen: Um diese Hürde abzubauen zeichnen die Teilnehmer am Anfang die Regeln des Design Thinking.
  • Es ist wichtig einen Moderator zu haben. Es sollte ein Designer im Team sein.
  • Es funktioniert eigentlich in jedem Konferenzraum.
  • Zu Beginn des Sprints kann ein Kennlernspiel, z.B. auf Basis von Story Cubes, durchgeführt werden, um das Eis zu brechen.

Siehe auch

Schatzsucherwoche – Freiraum für Kreativität
Sprint – How to Solve Big Problems and Test New Ideas in Just 5 Days…

muc16: Wie sieht Businesssoftware in 20 Jahren aus?

Die Fishbowl-Diskussion von Theo Held, Sophie Scheidel, Clarissa Götz und Ines Köpe (SAP) drehte sich um die Frage „Wie sieht Businesssoftware in 20 Jahren aus?“. Dabei ging es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, um konkrete Zukunftsbilder für die Gestaltung von Businesssoftware. Es ging darum, wie man sich der Beantwortung dieser Frage methodisch nähern kann.


Aus der Diskussion nehme ich mir folgende Denkansätze und Punkte mit:

  • Wen kann man zur Beantwortung dieser Frage befragen? Zukünftige Nutzergeneration, Trendforscher, Domänenexperten oder aktuelle Nutzer. Bezüglich aktuellen Nutzern war die Diskussion kontrovers, da sich diese in einem Zwiespalt zwischen ihrem aktuellen antrainierten Verhalten und den Veränderungen um sich herum befinden. Es kann nicht Aufgabe der Disziplin UX sein bestehende Jobs zu bewahren und gegen Veränderungen anzuarbeiten. UX hat die Aufgabe bei der erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsstrategien zu unterstützen.
  • Es gibt eine hohe Unsicherheit was in den nächsten 20 Jahren passiert? Man kann auf Basis aktueller Erkenntnisse zu Megatrends und wahrscheinlichen Entwicklungen sinnvolle Annahmen formulieren. Hier kann es hilfreich sein, sich zunächst auf die Veränderungen zu fokussieren, die einen hohen Gewinn oder Mehrwert für Anbieter, Kunden und Nutzer versprechen. Diese Annahmen kann man ausprobieren und sich Schritt für Schritt in diese Richtung entwickeln, wenn sie sich die Annahmen als erfolgsversprechend erwiesen haben. Grundvoraussetzung dafür ist, dass Unternehmen einen Entwicklungsprozess anwenden, der es ihnen erlaubt schnell auf Trends und Veränderungen zu reagieren. Außerdem brauchen Unternehmen sowohl eine Wertschätzung für ihre bestehenden Prozesse und Produkte als auch für Innovationen.
  • Wer ist der Treiber für Businesssoftware in 20 Jahren? Ist es noch der monetäre Gewinn? Könnte der aktuelle Wertewandel in den aufstrebenden Generationen auch zu anderen Treibern führen?
  • Wo könnte man sich Anregungen holen? Es ist sinnvoll sich historische Daten zur Entwicklung von Technologien anzuschauen. Außerdem kann ein Blick in andere schnelllebigere Branchen, z.B. Spieleindustrie, hilfreich sein.
  • Kann man Nutzern eine bestimmte Veränderung oder Innovation aufzwingen bzw. aufdrängen? Ja und Nein. Man kann Nutzer nur zwingen wenn man ein mächtiges Monopol hat. Ansonsten lassen sich Anwender nur motivieren, wenn die Lösung entsprechend große Mehrwerte liefert.

Interessante Erkenntnis am Rande: SAP setzt bei User Research bzw. Future Workshops auf eine Art größere Fokusgruppen, bei denen sowohl Anwender und SAP-Mitarbeiter teilnehmen. In diesen Fokusgruppen wird auch eine Fishbowl-Methodik eingesetzt, um die Meinungen von möglichst vielen Teilnehmern einzuholen.

Design Thinking ist mehr als ein albern anmutendes Workshopformat

Da ist es wieder, mein Lieblings-Würzwort des Jahres 2015: DESIGN THINKING. Es geistert durch die Führungsetagen deutscher Unternehmen und durch die einschlägige Managerliteratur. Manche sehen darin nur alten Wein in neuen Schläuchen, andere die Lösung aller Probleme. Findige Agenturen erheben Design Thinking zum modernen Heilsbringer und verkaufen damit abgewandelte Brainstorming-Workshops mit teilweise albern anmutenden Ritualen zum Aufbrechen von Routinen.

Für mich ist Design Thinking ein Set von Haltungen und Prinzipien. Das oberste Prinzip ist dabei die Neugier und das Streben nach tiefem Verständnis der Bedürfnisse und Emotionen der Anwender bzw. Zielgruppe. Dabei setzt man eher auf das gründliche Beobachten der Zielgruppe im realen Kontext, als auf statistische Befragungsverfahren.

„Innovationen, angetrieben durch … direkte Beobachtung dessen, was die Menschen in ihrem Leben wollen und brauchen und was sie an der Art und Weise, wie bestimmte Produkte gefertigt, verpackt, vermarktet, verkauft und unterstützt werden, mögen oder nicht mögen … Es ist eine Disziplin, die sich aus der Sensibilität und Methoden des Designers bedient, um den Anforderungen der Menschen mithilfe dessen gerecht zu werden, was technologisch machbar ist und was mittels Geschäftsstrategie in Kundenwerte und Marktchancen verwandelt werden kann.“ Tim Brown (1)

Danach folgt das schnelle Visualisieren von Ideen mit einfachen Mitteln, wie z.B. Prototypen, Modellen, Wireframes oder Zeichnungen sowie das Ausprobieren dieser Ideen mit der Zielgruppe. Die Visualisierung muss dabei nur so gut sein, dass sie ausreicht, um die Idee zu erleben und sich hineindenken zu können. Für die Visualisierung sowie zum Ausprobieren bzw. Testen von Ideen werden in der Regel klassische oder abgewandelte Methoden aus dem Human Centered Design angewendet, beispielsweise Rapid Prototyping, Usability Testing, Contexual Inquiries, Co-Creation oder Participatory Design.

Die so visualisierten Ideen dienen aber nicht nur dem Ausprobieren. Sie sind auch eine wichtige Zutat für die offene Kommunikation im Unternehmen. Die Ideen und deren Visualisierungen werden nämlich nicht im stillen Kämmerlein unter dem Deckmantel der strengen Vertraulichkeit entwickelt. Sie hängen oder stehen offen sichtbar in den Projekträumen … an Wänden, auf Kapa-Boards, auf Tischen. Sie laden zur Diskussion ein, zeigen Zukunftspläne auf und inspirieren andere Mitarbeiter. Design Thinking braucht eine Kultur der Offenheit.

Ein weiteres Prinzip ist die Akzeptanz von Fehlbarkeit. Man geht davon aus, dass eine Idee nicht im ersten Schritt richtig sein muss. Es ist erlaubt zu Scheitern. Es ist erwünscht daraus zu lernen und neue Ideen zu generieren. Design Thinking setzt auf die Befruchtung eines Unternehmens durch die geschickte Visualisierung und Diskussion von halbgaren bis ausgereiften Ideen.

„Design Thinking ist eine Erkundungsmethode für unbekanntes Gelände.“ (2)

Design Thinking ist für mich darüber hinaus ein Denkansatz, der Unternehmen hilft, aus ihrem eigenen System auszubrechen und Freiraum für Innovationen zu schaffen. Damit Design Thinking funktioniert muss man zwischen dem analytischen Denken zur Systematisierung bzw. Optimierung der bestehenden Geschäftsidee und der intuitiven Suche nach neuen Geschäftsideen differenzieren. Beim Betrieb eines bestehenden Software- bzw. Produktangebotes wird nach den Regeln der Systematisierung vorgegangen (Analytisches Denken, Systematische Analyse, Verlässlichkeit, Quantitatives Nachhalten, Optimieren, bestehendes Wissen ausbauen, Sicherheitsdenken, Gutes Bewahren). Es geht ja schließlich darum bestehendes Geschäft zu sichern und auszubauen. Es ist mir an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass Bestandswahrung, Sicherheitsdenken usw. grundsätzlich nicht falsch sind. Sie sind notwendig, da sie die finanzielle Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens sichern. Anders ist es bei der Entwicklung von neuen Produkten. Hier stehen Neugier, intuitives Denken, Verstehen wollen, Beobachten, Bauchentscheidung und Risikobereitschaft im Vordergrund. Das Forschen und Experimentieren wird im Design Thinking höher geschätzt, als das Befolgen von Regeln.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt zu beachten: Design Thinking ist nicht nur Aufgabe der Designer. Es sind die intuitiven und experimentellen Vorgehensweisen, die Designer schon in ihrer Ausbildung vermittelt bekommen, die auf alle Mitarbeiter des Unternehmens übertragen werden sollen. Es geht darum die Weiterentwicklung des Unternehmens aus den Sichtweisen aller Mitarbeiter des Unternehmens heraus zu betrachten. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird beim Design Thinking GROSS geschrieben.

Auf eine wichtig Sache gibt Design Thinking aber nur bedingt eine Antwort: „Wie schaffen es die Ideen zurück in die bestehende Linienorganisation?“. Ich glaube, dass die Antwort auf diese Frage jedes Unternehmen für sich selbst finden muss. Design Thinking kann den Weg dafür ebnen, dass das Immunsystem eines Unternehmens durchlässiger für neue Ideen wird. Der konkrete Einfluss und der Wirkungsgrad hängt aber meiner Einschätzung nach immer von der jeweiligen Unternehmenskultur ab.

Für mich zeichnen sich Designorientierte Unternehmen dadurch aus, dass sie das Erlebnis ihrer Kunden in den Mittelpunkt stellen. Sie betrachten zuerst in einem interdisziplinären Team das geschäftliche Problem aus Sicht des Kunden. Sie suchen die optimale Gestaltung eines Produktes oder Services auf iterativen bzw. experimentellen Wegen, um dieses Problem zu lösen. Sie beschäftigen sich erst dann mit der konkreten technischen Umsetzung, wenn sie die beste Lösung gefunden haben. Designorientierte Unternehmen nutzen Design als Transportmedium ihrer Firmenphilosophie. Sie verankern Design im Management des Unternehmens. Sie wenden Regeln und Prozesse nur an, wenn es um die Systematisierung bzw. die Optimierung der bestehenden Geschäftsidee geht. Sie lassen und schaffen bewusst Freiräume für Intuition und Neugier, in dem das Immunsystem eines gestandenen Unternehmens eine Idee nicht schon im Keim erstickt.

Siehe auch

  • Martin, R. L. (2009): „Design of Business: Why Design Thinking is the Next Competitive Advantage“
  • (1) Gothelf, Jeff (2015): „Lean UX – mit der Lean-Methode zu besserer User Experience“, mitp
  • (2) Erbeldinger, J. / Ramge, T. (2015): „Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis“, redline
  • Kolko, J. (2015): “Wie Design Thinking Unternehmen revolutioniert”, Harvard Business Manager (11/2015)

Buchtipp: Lean UX – Mit der Lean-Methode zu besserer User Experience 

Als ich die Bitte um Buchrezension des Verlages bekam und den Titel dieses Buches las, war ich mir anfangs unsicher, ob es sich lohnen würde dieses Buch zu lesen. Es gibt ja genug Beispiele, die gezeigt haben, dass die bloße Kombination der Namen zweier erfolgreicher Denkprinzipien bzw. methodischer Ansätze – wie Lean Management und User Experience – noch lange kein Garant für einen guten methodischen Ansatz ist. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen: Der Titel täuscht.

In ihrem Buch „Lean UX“ stellen Jeff Gothelf und Josh Seiden eine schlanke und sehr anwenderorientierte Vorgehensweise für die Gestaltung von digitalen Produkten vor, die sie auf Basis ihrer praktischen Erfahrungen entwickelt haben. Sie kombinieren dabei Best Practices von Human Centered Design, Lean Startup und User Experience mit den Prinzipien der agilen Softwareentwicklung.

„Lean UX repräsentiert drei Dinge. Am offenkundigsten ist es sicherlich als Instrument zur Modifizierung von Designprozessen zu verstehen (…) Lean UX ist eine Denkweise, die es uns gestattet, uns unserer Arbeit auf neuen Pfaden zu nähern. Und es ist auch eine Art Geisteshaltung gegenüber dem Umgang mit bzw. der Verwaltung von Software.“ 

Das Buch beginnt mit den Prinzipien von Lean UX, die wie gesagt eine Kombination von bewährten Prinzipien anderer methodischer Ansätze sind. Diese Prinzipien bringen Lean UX aus meiner Sicht auf den Punkt und sind für mich der Kern des Buches. Im zweiten Teil wird anhand von praktischen Beispielen und einzelne Methoden, wie Personas, Collaborative Design, Styleguides, MVPs, Prototypen und Collaborate Discovery beschrieben, wie diese Prinzipien in der täglichen Arbeit zum Leben erweckt werden können. Im letzten Kapitel werden Erfolgsfaktoren und Fallstricke bei der Einführung von Lean UX angesprochen.

Das Buch liefert in diesem Atemzug auch eine ganze Reihe knackiger Zitate, die sich für die unternehmensinterne Einführung verwenden lassen. 

 

Ein Wort noch zu Continous & Collaborative Discovery: Einer der Kerngedanken von Lean UX ist es, Anwender kontinuierlich durch das gesamte Entwicklungsteam einzubeziehen und die Produktgestaltung im Team zu erarbeiten. Tätigkeiten wie User Research werden bei diesem Vorgehen nicht an teamexterne Dienstleiser ausgelagert, sondern:

„Vielmehr werden die Recherchetätigkeiten und -Verantwortlichkeiten über das ganze Team verteilt und miteinander geteilt.“

Es ist in gewisser Weise eine Abkehr von der zunehmenden Verbreitung von Expertenrollen und Expertenteams in der Softwareentwicklung. Es ist aber keine radikale Abkehr. Es geht den Autoren im Wesentlichen darum, das Experten ihr Wissen nicht in den Silos ihrer Teams horten, sondern direkt in die Teamarbeit einbringen sowie das Team und auch sich dadurch weiterbilden.

„Gestatten Sie Ihren Kollegen, Beiträge zu allen Disziplinen zu leisten, in denen sie Know-How besitzen oder für die sie sich interessieren.“

Mein Fazit

Das Buch ist sehr lesenswert. Mich hat es mit einem Leseaufwand von schlanken drei Abenden einen deutlichen Schritt vorangebracht. Ihr solltet aber kein fertiges Kochrezept erwarten. Das Buch ist eine Art Sammlung bewährter Prinzipien und Methoden, die ihre Wirkung durch leichte Modifikation und Neukombination entfalten.

Machen hat Vorrang vor Analysieren.

Bei dem Buch handelt es sich um eine deutsche Übersetzung aus dem Englischen. Leider ist an manchen Stellen der Charme des englischen Originals etwas verloren gegangen und bei einzelnen übersetzten Fachbegriffen muss man etwas Fantasie mitbringen, um diese wiederzuerkennen. Aber der Inhalt ist so leicht verständlich, dass das nicht weiter ins Gewicht fällt.

Buch kaufen

Das Buch ist beim mitp-Verlag erhältlich.

design thinking & strategy by design

Luke Wroblewski about design thinking and the increasing importance of strategic design:
„Now as more companies specifically look to design to create meaningful long-term customer relationships and to differentiate their products (the volume of product releases and cost cutting [the China price] from competitors requires them to gain market advantage any way they can), the assembly line positioning of the design department becomes problematic. Designers in the midst of production cycles (getting a product out to market) are asked to think strategically about the next product cycle or the next big idea. Though this may initially seem like a great opportunity for these designers to add strategic value to the corporation, there are some potential drawbacks.
The strategic design process, as elegantly described by Tim Brown from IDEO, requires different processes, skill sets, and even environments than the production design process. Strategic design is a process of ethnographic user observation, rapid prototyping, and openness to failure (if it doesn’t work quickly try again). These methods are considered luxuries when a product team needs to ship on time. Instead, the production design process sees more direct benefits from incremental innovation, usability testing to validate detailed design directions, and prototypes that are iterated on -not quickly discarded. And frankly, failure often isn’t an option when a product needs to meet its release date.“
related link:
LukeW: Design as Strategy, Design as Execution
fast company: Strategy by Design