Schlagwort-Archiv: Responsive Design

UX Stammtisch Franken: Responsive Design

Der heutige UX-Stammtisch drehte sich um das Thema „Responsive Design am praktischen Beispiel“. 64 (!) UX-Experten und -Interessierte hatten sich im großen Vortragssaal der DATEV in Nürnberg versammelt, um den Vortragenden Louis Richter (ERGO direkt), Christian Buggisch (DATEV) und Gert Zellentin (ray sono / Former 03) zu zuhören.

ergodirekt_louis

Louis Richter führte die Zuhörer in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag in das Thema „Responsive Design“ ein und gab einen Überblick über das Vorgehen der ERGO direkt bei der Entwicklung des mobilen Webangebotes für Smartphones und Tablets. Eine seiner dabei gewonnen Erkenntnisse ist, dass es bei responsiver Gestaltung um viel mehr geht, als um die reine visuelle Gestaltung:

Ergodirekt_responsive-iceberg

Neben reinen gestalterischen Aspekten, z.B. wie bestimmte Elemente skalieren und wie auf bestimmte Gerätegrößen reagiert wird, sprach er auch über das konkrete Entwicklungsvorgehen bei Projekten für responsive Oberflächen.

SavedPicture-201431518285.jpg

Gert Zellentin und Christian Buggisch gaben in ihrem Vortrag einen selten guten Einblick in das aktuelle Projektvorgehen für die responsive Webseitengestaltung von datev.de. Dabei zeigten sie nicht nur die historische Entwicklung der Webseite und einen Überblick über das Entwicklungsvorgehen, sondern gaben sehr lehrreiche und unterhaltsame Einblicke in die konkrete Prozesse und Herausforderungen der responsiven Gestaltung einer großen Unternehmenswebseite. Gert Zellentin hob in seinem Beitrag mehrfach hervor, dass responsive Oberflächen weniger mit Photoshop sondern eher mit CSS entworfen werden. Der Kreationsprozess und die darin verwendeten Werkzeuge verändert sich durch die steigende Komplexität und Variantenvielfalt. Christian Buggisch hob in seinem Beitrag die Wichtigkeit von Usability Tests bzw. Benutzerlaboren – wie wir bei DATEV dazu sagen – hervor.

SavedPicture-2014315182810.jpg

Was uns auch nach dem sehr schönen „gemütlichen Teil“ in der Lederer Kulturbrauerei noch bleibt, ist die Frage, ob das „Burger-Icon“ nun funktioniert oder nicht. Für alle die, die nicht dabei waren: Das Burger-Icon ist dieses hier:

und wird gern zur Kennzeichnung von zusammengeklappten Menüs auf mobilen Endgeräten verwendet. In beiden Vorträgen wurde das Icon angesprochen. Einmal ergaben die Usability Tests, dass das Icon von der Zielgruppe der ERGO direkt nicht erkannt wurde. Bei der DATEV ergaben die Usability Tests, dass die nachfolgende Abwandlung des Icons von der Zielgruppe der DATEV erkannt wurde:

Sollte die kleine Käseecke soviel ausmachen oder liegen die unterschiedlichen Erkenntnisse in den unterschiedlichen Zielgruppen?

Auf jeden Fall war es wieder eine spannende, lehrreiche und unterhaltsame Veranstaltung. Ich möchte an dieser Stelle den drei Referenten nochmals für Ihre tollen Vorträge danken. Außerdem geht ein großes Dankeschön an meinen Arbeitgeber – die DATEV eG. Ohne sie hätten wir keinen derart großen UX Stammtisch durchführen können. Vielen Dank 🙂

Multiscreen Experience Design – Workshops und Buch

Die Anzahl der Bildschirme um uns herum nimmt rasant zu und stellt damit UX Designer vor eineneue Herausforderung – dem Multiscreen Experience Design. Die Zeiten in denen wir Oberflächen für eine Bildschirmauflösung oder ein Gerät gestaltet haben, neigen sich dem Ende. Heute müssen bei der Gestaltung von Oberflächen unterschiedlichen Nutzungskontexte, Ökosysteme und Geräte berücksichtigt werden.

Und weil das nicht gerade einfach ist, haben sich Wolfram Nagel und Valentin Fischer diesem Thema verschrieben. Sie skizzieren in Ihrem Buch „Multiscreen Experience Design“ Lösungsansätze.

Im Buch werden Nutzertypen ausführlich vorgestellt, ihre Motive, ihre Bedürfnisse und ihre Nutzungsverhalten. Die vier (derzeit) relevanten Geräteklassen und ihre Besonderheiten werden ebenso thematisiert wie etwa die unterschiedlichen Nutzungskontexte. Im Kapitel »Strategie und Beispiele« werden zahlreiche Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Anhand dieser Device-, Nutzer- und Kontext-Prototypen beschreiben die beiden Autoren Methoden und Prinzipien, die bei der Erstellung ganzheitlicher Bedien- und Erfahrungskonzepte von Bedeutung sind. Fachbegriffe, die meisten aus dem Englischen kommend, werden abschließend in einem Glossar erläutert.

Das Buch ist auf Amazon erhältlich.

Neben dem Buch vermitteln die beiden Multiscreen-Experten ihre Botschaften und Erkenntnisse über eine Webseite und über Multiscreen-Workshops:

Mit unseren Workshops und Vorträgen liefern wir eine kompakte Einführung zu den Themen Multiscreen, User Experience Design und Content Management. Im Vortrag stellen wir die wichtigsten Faktoren vor und geben einen Überblick über hilfreiche und nützliche Prinzipien und Methoden und zeigen viele Best Practise-Beispiele aus dem Multiscreen-Umfeld. Workshops und Seminare stimmen wir auf Wunsch individuell auf Ihre Bedürfnisse ab. Wir schärfen Ihren Fokus und helfen Ihnen über den Tellerrand zu blicken. Außerdem gehen wir gerne auf Fragen zu Ihren Projekten ein und liefern Ihnen Ansätze und Inspiration für die tägliche Arbeit im Bereich digitaler (und auch analoger) Medien.

Der nächste Workshop findet übrigens am 07.11. in Hannover statt.

Siehe auch

Buch „Multiscreen Experience Design“
Workshops „Multiscreen Experience Design“

MuC-UP13: Responsive Design – a whole new world?

Joachim Stahl (elaboratum) hat sich in seinem Vortrag mit der aktuellen User Interface-Zauberformel „Responsive Design“ beschäftigt.

Ausgangspunkt seines Vortrages ist, dass wir in naher Zukunft mit so vielen Endgeräten konfrontiert werden, dass es schier unmöglich ist alle bei der Entwicklung einzeln zu betrachten. Es wird eine andere Herangehensweise benötigt, um dieser Veränderung gerecht zu werden. Responsive Design kann ein solcher Ansatz sein: Dabei geht es darum das UI so intelligent zu machen, dass es den Nutzungskontext sowie das Endgerät erkennt und sich automatisch darauf anpasst. Responsive Design geht also deutlich über die automatische Anpassung von Bedienoberflächen auf unterschiedliche Auflösungen hinaus. Die automatischen Anpassungen beziehen sich nicht nur auf Layout und Eingabemethode, sondern auch auf den Inhalt.

Ungelöste Herausforderungen des Responsive Designs sind aus seiner Sicht:
• Wie erstelle ich Inhalte, die sich so dynamisch anpassen lassen?
• Wie lassen sich solche hochdynamischen Anwendungen entwickeln und testen?
• Wie kann in derartigen Anwendungen das Nutzungsverhalten ausgewertet werden?
• Wie kann der Kontext zuverlässig erkannt werden?

In der anschließenden Diskussion wurde heiß diskutiert, ob die automatische Anpassung der User Interface an den Kontext auch im Sinne einer erwartungskonformen Gestaltung ist. Ich denke, dass es aktuell nicht im Sinne einer erwartungskonformen Gestaltung ist. Ich gehe aber davon aus, dass es aufgrund der weiterhin steigenden Informationsmengen und Engerätevielfalt nur eine Frage der Zeit ist bis User Interfaces automatisch auf den Nutzungskontext reagieren müssen – also context-aware sind. In der Zwischenzeit werden wir uns als UI Designer uns damit beschäftigen müssen, wie wir diese Veränderung am besten kommunizieren und begleiten können.

6. Usability Kongress 2013 am 10./11. Oktober 2013 in Frankfurt/Main

usabilitykongress13

Der Usability Kongress 2013 wirft seine Schatten voraus. Interessante Referenten und eine Mischung aus Theorie und Praxis laden zum Vormerken des 10./11. Oktober ein. Dieses Jahr soll sich der Kongress um folgende Themen drehen:

  • Responsive Design
  • Mobile Customer Journey
  • Cross-Channel-Usability
  • Big Data & Usability
  • Emotional Usability & Neuromarketing
  • Branchen & Shopping Usability
  • Trends & Innovationen
  • Usability nach Zielgruppen – dabei im Fokus: Kinder & Jugendliche sowie Best Ager

Angekündigt sind bereits Vorträge zu „Usability bei Google Glass“ und zu „Emotional Shopping – Was begeistert Digital Natives, was bringt Männer zum Stöbern, wie gelingt es Silver Surfer zu fesseln?“.

Siehe auch

Usability Kongress 2013