Schlagwort-Archiv: UX Stammtisch Franken

UX Stammtisch Franken im März: Service Design

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Am 23.03.2016 findet in Nürnberg wieder ein UX Stammtisch Franken statt. Der UX Stammtisch wird sich im März um die Themen Service Design und Design Thinking drehen. Torsten Erbel (MID) wird mit seinem Vortrag „How to think like a designer and walk like a customer“ durch das Thema führen:

Design Thinking ist vor allem ein Perspektivenwechsel: man setzt sich die Brille des Designers auf und schlüpft in die Schuhe des Kunden hinein. Wofür man zunächst die eigenen ausziehen muss. Danach ist Design Thinking vor allem eins: Design Doing!

Gerade in der frühen Phase der Projektplanung und Produktentwicklung kann der schnelle und flexible Design Thinking Prozess wertvolle Beiträge dazu leisten, kostspielige Fehlentwicklungen zu vermeiden und Innovationen zu entwickeln, die zu einer langfristigen Kundenzufriedenheit führen.

Gekennzeichnet ist der Design Thinking Prozess durch die gezielte Integration unterschiedlichster kreativer Methoden und durch sein schnelles, iteratives Vorgehen. Dabei wechseln sich den Blickwinkel öffnende Phasen der Beobachtung und Analyse mit denen des Konkretisierens, Visualisierens und Testens von Prototypen schnell aufeinander folgend ab. Dieses agile Vorgehen hilft bei der frühzeitigen Vermeidung kostspieliger Fehlentwicklungen, bezieht Userfeedback als zentrales Element mit ein und ermöglicht ein ebenso breites wie tiefes Verständnis der Nutzerbedürfnisse.

Über das Aufkommen des Design Thinking ist auch der bereits Mitte der 80er Jahren geprägte Begriff des Service Designs wieder populär geworden, insbesondere in der Software-Entwicklung für mobile Endgeräte. Neben vielen Parallelen zu Design Thinking, wie der User Fokussierung und dem iterativen Vorgehen, zeichnet Service Design besonders aus, Produkte und Dienstleistungen unter dem Blickwinkel ganzheitlicher Service-Ökosysteme zu betrachten und auf die langfristige Kundenzufriedenheit abzuzielen.

Dankenswerterweise stellt uns die MID GmbH für diesen Stammtisch wieder ihren tollen Seminarraum hoch über den Dächern Nürnbergs zur Verfügung.

Interesse?

Anmeldung via XING – „UX Stammtisch im März: Service Design“

UX Stammtisch Franken im Oktober: Smart Home

Die Sommerpause ist fast rum und der nächste UX Stammtisch Franken rückt in Sichtweite. Am 07.10. werden wir uns mit dem Thema „Smart Home“ beschäftigen. Alla Moser und Andreas Pölz geben uns Einblicke in ihr Evaluations-Projekt zum tado° Smart Thermostat.

Wer möchte kann noch einen Beitrag oder ein Diskussionsthema rund um das Thema „Smart Home“ beisteuern. Ich freue mich auf rege Vorschläge 🙂

Mehr Infos: https://www.xing.com/events/ux-stammtisch-franken-oktober-smart-home-1594506?sc_o=si1942_com#

UX Stammtisch Franken: Auftrag User Experience – der perfekte Dienstleister vs. der ideale Auftraggeber

Hier kommt nun meine Zusammenfassung des UX Stammtisch Franken, der im Oktober im Rahmen der Nürnberg WebWeek stattfand. Dieses Mal ging es, wie das Thema „Auftrag User Experience – der perfekte Dienstleister vs. der ideale Auftraggeber“ schon vermuten lässt, um das Verhältnis zwischen Dienstleister und Auftraggeber im UX-Bereich.

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Im ersten Teil berichteten Christian Müller (StayFriends) und Christopher Nawroth (Cortal Consors) auf anschauliche Weise von Ihren praktischen Erfahrungen, die sie auf der Auftraggeberseite im UX-Bereich gemacht haben.

Die Zusammenarbeit mit einem UX-Dienstleister sollte wie eine gute Beziehung funktionieren: respektvoll und kommunikativ. – Christopher Nawroth

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Die Anforderungen an den perfekten Dienstleister, die Christopher und Christian in Ihren Vorträgen benannt haben, möchte ich mal so zusammenfassen:

Der ideale UX-Dienstleister …

  • passt zur unternehmerischen Ausrichtung des Auftraggebers.
  • reagiert flexibel auf die Anforderungen des Auftraggebers.
  • findet einen sinnvollen und wirtschaftlichen Umfang für Dokumentation.
  • sorgt mit einem guten internen Wissensmanagement für eine schnelle Einarbeitung seiner Mitarbeiter in die Fachdomäne des Auftraggebers.
  • ist gestalterisch besser, innovativer und schneller als interne UX Designer des Auftraggebers.
  • setzt nicht nur um was gefordert ist, sondern nimmt seine Rolle als Berater ernst. Er vertritt seine Meinung auch bei Widerständen seitens des Auftraggebers. Er unterstützt die Weiterentwicklung des Unternehmens.
  • kennt die Zielgruppe des Auftraggebers und kann diese für User Research-Maßnahmen schnell rekrutieren.
  • kommuniziert transparent, offen und immer auf dem kürzesten Weg.
  • schafft es auch nach einer langen Zusammenarbeit, die Qualität seiner Arbeiten auf dem gleichen Niveau zu halten oder sogar zu steigern.
  • ist diskret.

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Rainer Schönberner (UID) schilderte auf Basis seiner umfangreichen Erfahrung als UX-Dienstleister lebhaft die Anforderungen an den idealen UX-Auftraggeber. (Folien)

Unser Ziel ist, dass wir Wissen beim Kunden gelassen haben, wenn wir gehen. – Rainer Schönberner

Der perfekte UX-Auftraggeber …

  • ist offen für Veränderungen, die ein Dienstleister einbringt.
  • sieht den Dienstleister als Experten.
  • gibt dem UX-Dienstleister ausreichend Projektlaufzeit und Budget.
  • ist idealerweise dazu motiviert, anwenderorientiert zu arbeiten bzw. ist bereit sich darauf einzulassen.
  • kennt seinen Markt und seine Kunden.
  • hat ein klares Ziel vor Augen und macht klare Vorgaben.
  • achtet darauf, dass alle wichtigen Stakeholder in das Projekt einbezogen werden.
  • kommuniziert transparent die Entscheidungsprozesse auf Auftraggeberseite.
  • bezieht den Dienstleister so früh wie möglich ein.
  • achtet auf eine persönliche Kommunikation im Projekt.

Ein herzliches Dankeschön an die drei Referenten Christopher, Christian und Rainer für Ihre lehrreichen und unterhaltsamen Vorträge, an DATEV eG für die Räumlichkeiten und das Team der Nürnberg WebWeek für die Öffentlichkeitsarbeit 🙂

Siehe auch

UX Stammtisch Franken bei XING

Der UX Stammtisch Franken bekommt eine neue digitale Heimat

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Der UX Stammtisch Franken war bisher bei MIXXT unter http://ux-franken.mixxt.de/ digital zu erreichen. Auf zahlreichen Wunsch der Mitglieder ziehen wir nun in eine XING-Gruppe um: UX Stammtisch Franken bei XING

Mittlerweile sind schon viele Mitglieder in die neue Heimat umgezogen. Bitte wundert Euch also nicht, wenn es auf der alten Seiten des UX Stammtisch Franken sehr ruhig wird 😉

UX Stammtisch Franken: Responsive Design

Der heutige UX-Stammtisch drehte sich um das Thema „Responsive Design am praktischen Beispiel“. 64 (!) UX-Experten und -Interessierte hatten sich im großen Vortragssaal der DATEV in Nürnberg versammelt, um den Vortragenden Louis Richter (ERGO direkt), Christian Buggisch (DATEV) und Gert Zellentin (ray sono / Former 03) zu zuhören.

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Louis Richter führte die Zuhörer in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag in das Thema „Responsive Design“ ein und gab einen Überblick über das Vorgehen der ERGO direkt bei der Entwicklung des mobilen Webangebotes für Smartphones und Tablets. Eine seiner dabei gewonnen Erkenntnisse ist, dass es bei responsiver Gestaltung um viel mehr geht, als um die reine visuelle Gestaltung:

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Neben reinen gestalterischen Aspekten, z.B. wie bestimmte Elemente skalieren und wie auf bestimmte Gerätegrößen reagiert wird, sprach er auch über das konkrete Entwicklungsvorgehen bei Projekten für responsive Oberflächen.

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Gert Zellentin und Christian Buggisch gaben in ihrem Vortrag einen selten guten Einblick in das aktuelle Projektvorgehen für die responsive Webseitengestaltung von datev.de. Dabei zeigten sie nicht nur die historische Entwicklung der Webseite und einen Überblick über das Entwicklungsvorgehen, sondern gaben sehr lehrreiche und unterhaltsame Einblicke in die konkrete Prozesse und Herausforderungen der responsiven Gestaltung einer großen Unternehmenswebseite. Gert Zellentin hob in seinem Beitrag mehrfach hervor, dass responsive Oberflächen weniger mit Photoshop sondern eher mit CSS entworfen werden. Der Kreationsprozess und die darin verwendeten Werkzeuge verändert sich durch die steigende Komplexität und Variantenvielfalt. Christian Buggisch hob in seinem Beitrag die Wichtigkeit von Usability Tests bzw. Benutzerlaboren – wie wir bei DATEV dazu sagen – hervor.

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Was uns auch nach dem sehr schönen „gemütlichen Teil“ in der Lederer Kulturbrauerei noch bleibt, ist die Frage, ob das „Burger-Icon“ nun funktioniert oder nicht. Für alle die, die nicht dabei waren: Das Burger-Icon ist dieses hier:

und wird gern zur Kennzeichnung von zusammengeklappten Menüs auf mobilen Endgeräten verwendet. In beiden Vorträgen wurde das Icon angesprochen. Einmal ergaben die Usability Tests, dass das Icon von der Zielgruppe der ERGO direkt nicht erkannt wurde. Bei der DATEV ergaben die Usability Tests, dass die nachfolgende Abwandlung des Icons von der Zielgruppe der DATEV erkannt wurde:

Sollte die kleine Käseecke soviel ausmachen oder liegen die unterschiedlichen Erkenntnisse in den unterschiedlichen Zielgruppen?

Auf jeden Fall war es wieder eine spannende, lehrreiche und unterhaltsame Veranstaltung. Ich möchte an dieser Stelle den drei Referenten nochmals für Ihre tollen Vorträge danken. Außerdem geht ein großes Dankeschön an meinen Arbeitgeber – die DATEV eG. Ohne sie hätten wir keinen derart großen UX Stammtisch durchführen können. Vielen Dank 🙂

UX Stammtisch Franken im März: Responsives Design am praktischen Beispiel

Am 11.03.2014 findet um 18 Uhr in der DATEV Nürnberg der nächste UX Stammtisch Franken statt. Thematisch wird sich dieser Stammtisch um das Thema Responsive Design drehen. Louis Richter (ERGO Direkt Versicherungen), Christian Buggisch (DATEV eG) und Gert Zellentin (ray sono) werden über ihre Praxiserfahrungen bei der responsiven Gestaltung von Webseiten berichten.

Eine Teilnahme ist dieses Mal nur mit vorheriger Anmeldung über ux-franken.mixxt.de möglich, da in den Räumen der DATEV verständlicherweise erhöhte Sicherheitsstandards gelten.

Anmeldung

http://ux-franken.mixxt.de/networks/events/show_event.91011

UX Stammtisch Franken: Prozessmodellierung und User Experience

Am 25.09. fand endlich wieder ein Treffen des UX Stammtisch Franken (oder offiziell „Regionalgruppe Franken der German UPA“) statt. Thematisch ging es um die Verknüpfung von Human Centered Design, User Experience Design, Anforderungsmanagement und Prozessmodellierung.

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Passenderweise lud die MID GmbH – als Lösungsanbieter und Bertatungsunternehmen für die Modellierung von Geschäftsprozessen, Software und Datenbanken – die Teilnehmer des UX Stammtisches in ihre schicken Räumlichkeiten ein. Wir konnten dank Bertram Geck und der MID GmbH also neben fachlichem Input auch eine sehr elegante Dachterasse mit grandiosem Ausblick sowie Snacks und Getränken genießn. Ein großes Dankeschön dafür 🙂

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Im ersten Vortrag des Abends erläuterte Andreas Ditze (MID) anhand von amüsanten Beispielen, wie Prozessmodellierung bei der Formulierung und dem Umgang mit Anforderungen nutzbringend eingesetzt werden kann.

„Wir müssen auch Anforderungen zielgruppengerechter aufbereiten. Modellierung kann dabei helfen.“

Wie sich Anforderungen mit BPMN formulieren lassen, zeigte er dann sehr anschaulich in Form eines Kochrezeptes aus dem ASQF-Kochbuch. Sehr gut fand ich seinen Vergleich der Formulierung von Anforderungen in Softwareprojekten mit dem Filmgeschäft. Bei der Verfilmung von Büchern werden ja rein fachlich betrachtet auch Anforderungen an das fertige Produkt – den Film – formuliert. Diese werden in einem Drehbuch und Storyboards so beschrieben, dass bei der Produktion klar ist, was genau gemacht werden muss. Aus diesem Beispiel leitete er die Forderung ab, dass Anforderungen nicht nur rein textuell oder rein visuell beschrieben werden dürfen. Andreas Ditze begründete sehr anschaulich, dass Anforderungen nur mit einer der Zielgruppe angemessenen Mischung aus Text und Bild gut funktionieren.

„Die Kombination von Storyboard und Text ist beim Drehbuch entscheidend.“

Im zweiten Vortrag erläuterten Karo Geißler und Martin Groß (DATEV) ihre praktischen Erfahrungen im Zusammenspiel der beiden Disziplinen Prozessmodellierung und UX. Beide erläuterten anhand von Projektbeispielen, dass anwenderorientierte Entwicklung (Human Centered Design) und Anforderungsmanagement gut zusammenspielen sollten:

„UCD ohne gutes Anforderungsmanagement hat so seine Tücken.“

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Sie betrachteten aus den unterschiedlichen Sichtweisen von Fachentwickler, Designer, Techniker und Produktmanager welche Herausforderungen und Nutzen sich für Anforderungsmanagement ergeben. Im Umgang mit Anforderungen identifizierten sie folgende Herausforderungen:

  • Anforderungen bleiben auf dem Weg zur Realisierung auf der Strecke.
  • Anforderungen gehen ohne genaue Analyse und Spezifikation in die Realisierung.
  • Es werden Anforderungen realisiert, für die es keinen Bedarf gibt.
  • Anforderungen und Gestaltungsentwürfe spielen nicht richtig zusammen.

Ausgehend von diesen Herausforderungen formulierten sie dann ihre Vision „Man müsste etwas haben, das Anforderungen, Geschäftsvorgänge und UI Design ohne großen Aufwand zusammenbringt“ und zeigt, wie eine erste Umsetzung dieser Vision bei DATEV aussieht. Dabei spielen ein Managementsystem für Softwareprojekte (TFS), eine Modellierungswerkzeug (Innovator) und ein Prototypingwerkzeug (Expression Blend) eine zentrale Rolle. Anforderungen werden dabei mit Hilfe von User Centered Design-Methoden analysiert, mit BPMN-Modellen beschrieben, durch Prototypen bzw. Gestaltungsentwürfen ergänzt und dann als Order an die Entwicklung weitergegeben.

„Eine gute User Experience im Produkt beginnt mit einer guten Beschreibung der Anforderungen.“

Wer sich weiter in das Thema Prozessmodellierung einarbeiten möchte, dem sei die MID Insight empfohlen. Die MID Insight ist ein Fachkongress für Modellierung und findet in diesem Jahr am 12.11. in Nürnberg statt.