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#bldwin: Keynote Day 1 – No groundbreaking innovations, but a lot of necessary improvements

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Circa 6.000 Teilnehmer lauschten im Moscone Center in San Francisco gespannt, als Steve Ballmer eine Menge an Innovationen ankündigte. Leider wurde schon nach wenigen Minuten klar, dass es weniger um grundlegende Innovationen, sondern mehr um notwendige Verbesserungen unter einem passenden Leitmotto gehen wird.

One experience, on every device for eveything important in live.

Neben der erwarteten Veröffentlichung der Windows 8.1 Preview (preview.windows.com) feierte Steve Ballmer die Fortschritte beim internen Umbau von Microsoft und der Entwicklungsprozesse für alle Microsoft-Anwendungen. Das neue Schlagwort heißt „Rapid Release“ – kleinere Veränderungen in kürzerer Zeit auf den Markt bringen. Bei der Präsentation der neuen Nokia Phones, Tablets und Notebooks, versprach er, dass die angekündigten Touch-Geräte dieses Mal bereits verfügbar sind bzw. bald verfügbar sein werden. Er spielte offen darauf an, dass die beim letzten Mal angekündigten Geräte dann doch nur vereinzelt ihren Weg rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ihren Weg in den Handel gefunden haben.

Die Keynote verdeutlichte anschaulich, dass Microsoft den eingeschlagenen Umbau seines Ökosystems hinsichtlich Hard- und Software weiter fortsetzt. Es wurde ein neuer Formfaktor (Small Tablets) vorgestellt, das Zusammenspiel von Windows 8.1 mit der neuen XBOX präsentiert, die Wichtigkeit von Touch betont, die Unterstützung neuer Geräte (3D Drucker) gezeigt und die aktuelle Designstrategie bestätigt.

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Es wurde aber auch sehr klar, dass sich Microsoft der zu langsam voranschreitenden Verbreitung von Windows 8 bewusst ist. Microsoft bemüht sich nun die weiterhin angestrebte Ablösung des Desktop langsamer anzugehen und der anhaltenden Kritik deeskalierend zu begegnen. Mehr als einmal wurde das verbesserte Zusammenspiel zwischen Desktop- und Modern UI bzw. Metro-Welt betont, beispielsweise die Möglichkeit direkt in den Desktop zu booten oder die visuelle Vermischung der beiden Welten. Um das vergleichsweise immer noch relativ überschaubare Angebot an Windows 8 Apps aufzuhübschen – aktuell gibt es ca. 100.000 Apps weltweit – wurden wieder die Millionen Desktop-Apps dazugezählt. Microsoft gibt sich hinsichtlich seiner aktuellen Strategie kämpferisch und hat offensichtlich erkannt, dass sie mit den alten Desktop-Apps noch eine Weile leben müssen.

„We love the desktop.“ Julie Larson-Green (Chefin der Windows Division)

Hinsichtlich der Gestaltung hat sich wenig verändert. Microsoft hält, wie gesagt, an seiner Designstrategie fest. Allerdings wurden die bisher sehr strikten Gestaltungsregeln offensichtlich etwas gelockert. So dürfen nun beispielsweise Sucheingabefelder auf die Oberfläche gebracht werden.

Hinsichtlich der Interaktionsmöglichkeiten wurden zwei nette Neuerungen gezeigt: Zum einen wird die Bildschirmtastatur – wie bei Android – Touchgesten unterstützen. Zum anderen ist es möglich über die eingebaute Kamera eines Windows 8.1 Gerätes Arm- bzw. Handbewegungen zu erkennen und damit beispielsweise die berührungsfreie Bedienung von Apps zu ermöglichen.

Großes Thema der Keynote war Bing. Mit Windows 8.1 wird nicht nur die Integration von Bing in das Betriebssystem intensiviert, um Google Marktanteile abzuknöpfen. Bing wird zur Entwicklungsplattform ausgebaut. Über diese können Entwickler zukünftig OCR Erkennung, Spracheingabe, 3D Maps und vieles mehr nutzen.

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Außerdem wurde mittels einer Alpha-Version von Powerpoint gezeigt, dass Microsoft dabei ist Office-Anwendungen für WinRT zu entwickeln. Sehr weit sind sie damit aber noch nicht. Es wurde lediglich ein PPT-Viewer gezeigt.

Beim Windows Store wurden ebenfalls Verbesserungen vorgestellt. Beispielsweise updaten sich Anwendungen mit Windows 8.1 nun automatisch und das visuelle Design wurde angepasst.

Eine wesentliche Verbesserung von Windows 8.1 ist aus meiner Sicht die automatische Anpassung an die DPI des Monitors. Damit wird es erstmals möglich die Bedienoberflächen von Anwendungen automatisch so anzupassen, dass z.B. die Schrift auch auf hochauflösenden Displays in einer lesbaren Größe angezeigt wird. Bisher war dies nur manuell möglich. Angeblich soll man dafür sogar keine Veränderungen an der Anwendung vornehmen müssen. Praktisch gehe ich aber mal davon aus, dass die Anwendung dafür in einer bestimmten Art und Weise gebaut sein müssen, damit es funktioniert.

Ein wenig verwirrt hat mich dann der letzte Satz von Steve Ballmer:

„The future of Windows is very very bright.“

Gibt es denn bei Microsoft so große Zweifel daran, dass Windows eine Zukunft hat? Nun ja. Vielleicht war es ja nur die übliche amerikanische Art gute Stimmung zu machen.

bldwin: Mein Fazit

Die BUILD ist vorbei und ich fliege mit vielen interessanten Eindrücken und Inspirationen zurück nach Deutschland. Die Wichtigsten will ich hier kurz zusammenfassen. Natürlich schaue ich dabei weniger aus Entwicklersicht sondern mehr aus gestalterischer bzw. geschäftlicher Sicht auf die seitens Microsoft getroffenen Aussagen und vorgestellten Themen.

Ausbau des Ökosystems im Vordergrund

Im Grunde gab es neben einigen kleineren Neuerungen, wie z.B. den schönen Microsoft Surface, keine großen Innovationen. Auf der einen Seite ist es ja beruhigend, dass es bei Microsoft keine großen Veränderungen gibt und sie sich in etwas ruhigeres Fahrwasser begeben. Es war die letzten Monate doch etwas turbulent. Auf der anderen Seite ist es auch etwas beunruhigend, dass keine Innovationen in Aussicht gestellt wurden. Microsoft scheint sich jetzt erst mal auf den Ausbau seines Ökosystems zu konzentrieren.
Vor allem das Sorgenkind Windows Phone soll nun mit mehr Marketing im Markt platziert werden und somit gemeinsam mit Windows 8 einen größeren Marktanteil erreichen. Wie sich das anfühlt, konnte ich bereits im Microsoft Store in Seattle erleben. Ein schicker Laden in direkter Nähe zum Marktbegleiter Apple. Sowohl der Apple Store als auch der Microsoft Store waren sehr gut besucht. Die Konzepte beider Stores ähneln sich sehr. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Stores ist aus meiner Sicht der, dass es im Microsoft Store mehr unterschiedliche Geräte gibt.

Microsoft setzt auf gute Gestaltung

Das Thema „Design“ war in den Vorträgen zwar nicht so omnipräsent wie im letzten Jahr. Allerdings zeugen die gezeigten Entwicklertools und auch die neuen Stores davon, dass das Thema Design nun bei Microsoft bis in den letzten Winkel vorgedrungen zu sein scheint. In diesem Jahr wurde das allgemeine „Awesome“ in den Vorträgen durch die Formulierung „The beauty of …“ ersetzt. Der seit den letzten Jahren erkennbare Wandel von Microsoft von einem technikorientierten Unternehmen hin zu einem erlebnisorientierten bzw. designgetriebenen setzt sich also weiter fort.
Im Detail fand ich es schon erstaunlich zu sehen, wie schön Werkzeuge für Entwickler aussehen und funktionieren können. Das hat natürlich durch die Vorbildfunktion der Entwicklerwerkzeuge auch einen Einfluss auf die visuelle und interaktive Gestaltung der Anwendungen, die mit diesen Werkzeugen entwickelt werden.
Hinsichtlich der Konferenzthemen hatte das Thema „Gestaltung“ einen relativ geringen Anteil. Nachdem sich die Vorgängerkonferenz MIX sowie die letztjährige BUILD sowohl an Designer als auch an Manager und Entwickler gerichtet hatte, war diese BUILD in erster Linie eine Entwicklerkonferenz mit relativ wenigen Vorträgen zu Design. Meiner Einschätzung nach wurde der Weiterbildungsbedarf seitens der Entwickler, die mit Microsoft Werkzeugen arbeiten, von den Konferenzorganisatoren etwas unterschätzt, was auch die guten Auslastung der Designvorträge zeigte. Aus der internen Sicht von Microsoft scheint das Thema Design gesetzt und gefestigt. Meiner Ansicht nach ist es das in der Microsoft Entwicklergemeinde aber noch lange nicht durchgängig.

Metro Style für Business-Anwendungen

Es gab einige Sessions bei denen in der Fragerunde die Skepsis der Entwickler hinsichtlich der Anwendbarkeit des Metro Style bei Business-Apps sehr deutlich zum Vorschein kam. Mir ist diese Skepsis seit der Veröffentlichung des Metro Styles schon öfter begegnet. So richtig nachvollziehen kann ich sie nicht, da aus meiner Sicht Metro Style auch für Business Apps der richtige Schritt ist. Daher fand ich es sehr gut, dass Microsoft anhand ihrer eigenen Softwareprodukte und von Apps anderer Unternehmen gezeigt hat, dass es sehr wohl möglich und sinnvoll ist, die Designsprache Metro für Business-Anwendungen zu verwenden. Darüberhinaus schien es im Gegensatz zum letzten Jahr das Ziel von Microsoft zu sein, die Entwickler von Business-Apps geradezu davon überzeugen zu wollen, ihre klassischen Desktop-Anwendungen durch schicke Metro Style oder Windows Store-Apps für bestimmte Anwendungsfälle erst zu ergänzen und schließlich zu ersetzen.

Aus Touch First werden vier Eingabetechnologien

Microsoft fokussierte hinsichtlich der Eingabetechnologien in diesem Jahr auf Gesten, Touch, Maus und Stift. Der Schwerpunkt für die aktuelle Entwicklung scheint dabei auf Touch- und Stifteingabe zu liegen. Dies zeigt sich auch in den zahlreichen Windows 8-Geräten mit Touch- und Stifteingabe. Die Eingabe über Sprache und Tastatur wurde im Übrigen nur am Rande thematisiert.

We believe the next really big thing is simultaneous touch and stylus. (Jeff Han)

Touch für klassischen Windows-Anwendungen wichtig

Für die Entwickler und Gestalter von klassischen mausorientierten Desktop-Anwendungen ergibt sich daraus auch die größte Herausforderung für die nächsten beiden Jahre. Die Anforderung, dass diese Anwendungen auch mittels Finger zumindest fehlerfrei bedient werden können, wird sich aus meiner Sicht sehr schnell verbreiten. Von daher möglichst bald mit diesem Thema beschäftigen.

Cross-Device Apps

Der große Trend der Cross-Device Apps hat auch natürlich auch Microsofts Ökosystem erfasst. Microsoft nutzt den Cross-Device-Ansatz um seine Anwendungen und Angebot möglichst nahtlos vom Smartphone über Tablet, PC und Server bis hin zur Spielekonsole XBOX zu spannen. Da wundert es auch nicht, das Windows 8 und Windows Phone 8 eine gemeinsame Code-Basis haben und es damit möglich ist Funktionen einmal zu entwickeln und dann auf beiden Betriebssystemen zu verwenden. Mein Eindruck ist allerdings, dass diese Entwicklung zwar mit Nachdruck verfolgt wird, aber sich noch in den Anfängen befindet. Man sollte also nicht zu viel Wiederverwendbarkeit zwischen den unterschiedlichen Geräten des Microsoft Ökosystems erwarten.

HTML5, CSS und Javascript

Microsoft setzt weiterhin auf die Oberflächenentwicklung mit HTML5, CSS und Javascript, um die Cross-Device- und Cross-Plattformfähigkeit von Anwendungen zu unterstützen. Dazu erweitert Microsoft seine Entwicklungswerkzeuge, z.B. um TypeScript, um die Komfortmängel bei JavaScript zu umgehen. Am Rande wurde in diesem Zusammenhang übrigens eine clientseitige Implementierung von Anwendungen empfohlen, um die zahlreichen Formfaktoren und Geräte besser adressieren zu können. (Interessant für alle die, die gerade vor der Entscheidung serverseitiger vs. clientseitiger Implementierung stehen. 😉

Built-in Analytics

Microsoft setzt bei den Windows Store Apps – wie bereits im letzten Jahr angekündigt – auf Analytics. Der Hintergedanke ist klar und der Gleiche wie bei Google: Je mehr Daten über die tatsächliche Nutzung einer App vorliegen, umso einfacher fällt es den Produktmanagern die richtigen Entscheidungen hinsichtlich einer erfolgsmaximierenden Gestaltung zu treffen.

Microsoft Surface RT

Microsoft hat mit Windows 8 auch das neue Surface-Tablet veröffentlicht. Das Konzept und die Verarbeitung des Gerätes sind großartig. Nach einer Woche Intensivnutzung möchte ich es nicht mehr missen. Der eingebaute Ständer und das Touch-Cover erfreut den tablet-affinen Nutzer. Ein tolles Gerät zum Surfen, Schreiben, Spielen, Unterhalten, Kommunizieren und Bloggen. Die Akkulaufzeit ist so gut, dass nach einem intensiven Bloggertag ca. 60% Akkukapazität übrigbleiben. Zu den Einschränkungen:
* Es ist ungefähr so schwer wie das iPad und könnte damit etwas leichter sein.
* Windows RT ist verwirrend. Es fühlt sich so an wie das richtige Windows 8 Pro. Allerdings gehen die meisten klassischen Desktop-Anwendungen nicht und es sind nicht alle Apps aus dem Windows Store verfügbar.
* Die Bilder der eingebauten Kameras reichen für Kommunikation und Notizen. Fotos in hoher Qualität liefern sie aber nicht.
* Es fehlt die Unterstützung für Stifteingabe. Hier nehme ich mal an, dass es eine ähnliche Lösung durch Dritte geben wird, wie beim iPad.
Wer Skizzen machen will oder klassische Win-Apps – z.B. Google Chrome- verwenden möchte, sollte auf die Pro-Version des Surface warten. Ansonsten ist das Microsoft Surface sehr empfehlenswert.

Viele neue Geräte in unterschiedlichen Formen und mit Touch

Die zahlreichen neuen Geräte, die mit Windows 8 veröffentlicht werden sollten, sind tatsächlich auf dem Markt. Besonders angetan haben es mir die Geräte, die – wie das Lenovo IdeaCenter A720 – den Desktop PC-Anwender von seiner starren Arbeitsposition befreien und die Tischfläche zum Teil des interaktiven Erlebnisses machen.

Mein Fazit zur Konferenz an sich

So inspirierend die Konferenz auch wieder war: Der Microsoft Campus ist nicht für Veranstaltungen in dieser Größe ausgelegt. Das Hauptmerkmal dieser Konferenz war „Schlange stehen“. Egal ob Registrierung, Shuttle, Essen oder Sessions – für fast alles musste man sich länger anstellen. Leider war das dann teilweise umsonst, da man aufgrund der Teilnehmeranzahl in beliebte Sessions einfach nicht mehr reinkam. Aber gut. Es war trotzdem nett, dass ich mir mal den Microsoft Campus anschauen konnte.

Große Kritikpunkte der Veranstaltung waren die Verpflegung und die Zeltwirtschaft. Hier hat sich nicht nur die amerikanische Küche von ihrer schlechtesten Seite gezeigt. Durch den Dauerregen und die Zeltwirtschaft kam ich mir zwischendrin vor wie beim Camping. Die Klamotten waren klamm und die Schuhe nass.

Nebenbei hat die Gerüchteküche übrigens verlauten lassen, dass die BUILD jetzt jedes Jahr stattfindet … dann hoffentlich nicht mehr in Redmond sondern in Las Vegas oder einem anderen Ort, der für derartige Menschenmassen ausgelegt ist.

Zum Schluss

Die Videos der einzelnen Sessions findet ihr übrigens auf Channel 9.

bldwin: Windows Phone 8 Enterprise Development

Cliff Storm und Shawn Henry haben die Möglichkeiten der Verteilung und Entwicklung von internen Enterprise-Apps in Windows Phone 8 vorgestellt. Microsofts Ziel bei der Erweiterung von Windows Phone 8 in diesem Bereich war:

Enable companies to deploy business applications to their employees privately and securely. Enable end users to feel in control while preserving a companies right to protect their data.

Mit dieser Entwicklung greift Microsoft den aktuellen „Bring your own device“-Trend auf und ermöglicht es Unternehmen interne Apps für die Smartphones ihrer Angestellten zur Verfügung zu stellen. Für mich ist das ein sehr guter Schritt, der Windows Phone Marktvorteile einbringen wird.

bldwin: Introduction to Xbox SmartGlass

Neil Black stellte in seinem Vortrag das Xbox SmartGlass SDK vor. Die Motivation zu dieser App bzw. SDK war der starke Trend zu Multi-Screen Entertainment. Damit ist die zunehmende Verwendung von mehreren Geräten im Nutzungskontext „Unterhaltung“ gemeint. Anwender von heute nutzen häufig z.B. TV und Tablet gleichzeitig. Eine steigende Anzahl von Unternehmen unterstützen dieses Verhalten durch sogenannte Companion-Apps. Diese ermöglichen es zusätzlich zur Hauptunterhaltung auf einem zweiten Screen verwandte Inhalte oder Funktionen anzubieten.

Die Anwendungsfälle sind einfach:
* Während der Film läuft werden auf dem Smartphone ergänzende Infos zum Film oder zu den Schauspielern angezeigt. Beispielsweise: Was trägt die Hauptdarstellerin für Schuhe.
* Während ein Spiel auf der XBOX gespielt wird, werden auf dem Tablet ergänzende Funktionen für den Spieler angeboten. Beispielsweise das Inventar oder die Karte in einem Rollenspiel.

Xbox Smartglass ist eine solche Companion-App bzw. SDK. Allerdings bietet diese in erster Linie keine Microsoft-Inhalte an, sondern bietet Entwicklern die Möglichkeit eigene Angebote in Zusammenhang mit ihren Xbox-Anwendungen zu entwickeln. Es ist ein Development-Kit für Second Screen Angebote. Um die Reichweite von SmartGlass zu erhöhen, wird diese App für alle großen mobilen Plattformen angeboten. Also ein kleiner Türöffner für das Microsoft Ökosystem.
Hinter diesem Development-Kit steckt eine cloudbasierte Architektur:

bldwin: Monetizing your Windows 8 app with advertising

Ian Ferreira führte in seinem Vortrag in die Finanzierungsmöglichkeiten für Windows Store Apps über Werbung ein.
Zu Beginn nannte er einige Zahlen um zu verdeutlichen, dass In-App-Werbung eine relevante Finanzierungsform ist:
* ComScore-Studie zeigt, dass Anwender mehr Zeit in Apps als im Web verbringen.
* IDC-Studie zeigt, dass 46% aller Apps über Werbung finanziert werden.
* Microsoft erwartet, dass im Jahr 2015 weltweit 10 Mrd. Dollar mit In-App-Werbung umgesetzt werden.
Bei der Gestaltung von In-App-Werbung sollte darauf geachtet werden, dass sich die Werbung wie andere Inhalte in die App integrieren. Hintergrund scheint hier der Versuch zu sein, den Effekt der Bannerblindness zu minimieren. Der Anwender soll einfach nicht so leicht erkennen können, was Werbung und was Inhalt ist. Zum Glück hat er diese Empfehlung dann wieder eingeschränkt:

Don’t distract users from their core task/goal.

Die Werbeformate des Microsoft Advertising SDK sind:

Siehe auch

bldwin: Analytics for Windows 8

Richard Fricks (Microsoft), Roger Woods (Adobe) und Peter Fransen (Adobe) sind in ihrem Vortrag auf die Analytics-Funktionalitäten des Windows Store eingegangen.

Analytics is about providing you with information about your application – information that will help you make customer-focused, data-driven decisions.

Der Windows Store liefert für Apps sowohl Daten zu Analytics (Verbreitung/Adoption, Anwenderzufriedenheit, Zuverlässigkeit und Trends) als auch zur Telemetrie. Diese Daten werden nur mit Zustimmung der Anwender erhoben und ausgewertet. Der Adoption Report liefert Infos zu:
* Conversion-Rate,
* Woher kommen die Anwender,
* Demographische Infos zu den Anwendern,
* Wie oft wird die App am Tag verwendet,
* Daten zu In-App Verkäufen
Für einige dieser Daten werden Benchmark-Daten angeboten, damit es möglich ist die eigene Position zu bewerten. Die Anwenderzufriedenheit wird über die Bewertungen und Kommentare zur App gemessen. Allerdings müssen die Kommentare, wenn sie zahlreich sind, händisch geclustert und qualitativ ausgewertet werden. Die Zuverlässigkeit wird über die Anzahl der Abstürze bzw. Hänger und JavaScript Exceptions gemessen. Diese Daten werden in den ersten 15 min der Nutzung erhoben. In den Trend Reports werden abhängig von App-Typ und Kategorie die Downloadzahlen dargestellt.
Zusätzlich zu den eingebauten und kostenlosen Analyticsfunktionen des Windows Store können auch Analytics von Drittherstellern, z.B. Adobe Omniture, zur detaillierteren Datenerhebung und Analyse verwendet werden. Mit Adobe Omniture können z.B. Daten zum Nutzerverhalten in der App erhoben werden. Allerdings müssen dazu Erweiterungen am App-Code vorgenommen werden.

bldwin: Touchscreen and stylus and mouse, oh my!

Jeff Burtoft ist in seinem Vortrag auf die Nutzung von Touch, Stylus und Maus in Windows 8 Applikationen eingegangen. Aus seiner Sicht lassen sich alle drei Eingabemethoden mit einer Oberfläche adressieren.

Design for touch, get mouse for free.

So ganz bin ich da nicht bei ihm. Ja, ein touch-optimiertes UI kann man in der Regel auch mit der Maus bedienen. Aber das ist deutlich ineffizienter als mit der Maus ein maus-optimiertes UI zu bedienen. Meiner Meinung nach kann man die Oberfläche eines Produktes aus gestalterischer Sicht nur auf eine Eingabemethoden optimal ausrichten. Bei den anderen Eingabemethoden muss man entweder Kompromisse machen oder eine zusätzliche UI Variante bzw. Anpassungen für diese Eingabemethode gestalten und entwickeln. Dass es mit HTML5 technisch gesehen unter Win 8 möglich ist, mit einer Umsetzung alle Eingabemethoden zu adressieren hat er in seinem Vortrag gezeigt.
Fazit: Dieser und andere Vorträge auf der BUILD haben gezeigt, dass sich Microsoft bei der Entwicklung seiner Technologien auf Eingaben durch Touch, Gesten, Maus und Stift konzentriert. Sprache und Tastatur sind zwar auch ein Thema, wurden aber nicht so stark in den Vordergrund gestellt, wie die anderen vier.