Malte Krökel und Insa Wulf (UID) gaben in ihrem Beitrag Tipps zur Gestaltung von gestenbasierten Bedienoberflächen. Die Tipps entstammen einer qualitativen Studie (n=16) zum Leap Motion Sensor bei welcher der Sensor mit unterschiedlichen Apps getestet wurde. Der Leap Motion Sensor ermöglicht es bestehende Computersysteme um eine Möglichkeit zur Gestensteuerung zu erweitern. Ihre Empfehlungen sind:

  • Zeigen Sie was das Gestensteuerungsgerät erkennt, damit die Anwender verstehen, was das Gerät verstanden hat. Geben Sie kontinuierliches Feedback.
  • Zeigen Sie den Raum in dem interagiert werden kann. Die Bedienoberfläche muss kommunizieren wo sich der Anwender bewegen kann um das Gerät zu steuern.
  • Finden Sie eine intuitive Gesten. Orientieren Sie sich an den Gesten, die in den meisten Apps verwendet werden, da es noch keine offiziellen Standards gibt. Orientieren Sie sich an den Gesten, welche die Anwender im täglichen Sprachgebrauch verwenden. Es müssen Gesten verwendet werden, die mit sehr wenig Kraftaufwand durchgeführt werden können.

Die Anwendungsbereiche von Gestensteuerung sind aus Sicht der Referenten beschränkt. Sie werden sich ihrer Einschätzung nach eher in Bereichen mit entsprechenden Anforderungen (z.B. Operationssaal) als im Alltag durchsetzen.

Die Gestensteuerung sollte die Maussteuerung nicht ersetzen – das kann sie nicht. Sie sollte die Interaktion bereichern.


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATEV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.