Priming drivers before handover in semi-autonomous cars #chi2017

Der Beitrag von Remo van der Heiden (Microsoft Research) drehte sich um das Priming von Autofahrern in semi-automatisierten Fahrzeugen. Auf dem Weg hin zu voll-autonomen Fahrzeugen muss die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug um teilautomatisieren Nutzungsszenarien erweitert werden, um sicheres Fahren in allen Stadien dieser Entwicklung zu ermöglichen.  

Konkret ging er der Frage nach, wie ein möglicherweise abgelenkte Fahrer in semi-autonomen Fahrzeugen reaktiviert werden kann (Handover), wenn das Fahrzeug das automatischen Fahren nicht mehr übernehmen kann. Das experimentelle Setting für die Klärung dieser Frage umfasste 4 Situationen (z.B. Hund kreuzt Fahrbahn, starker Nebel) und zwei Tätigkeiten zur Ablenkung (z.B. Telefonanruf). Es wurden zwei unterschiedliche Typen für einen Pre-Alarm und der Vergleich von Handover mit sowie ohne Pre-Alarm untersucht. Seine Erkenntnisse im Überblick:

  • Fahrer brauchen Zeit, um sich von der ablenkenden Tätigkeit auf das Fahren zu fokussieren.
  • Damit der Handover erfolgreich klappt, ist ein PreAlert ca. 7-20 Sekunden vor dem Eintreten des Handovers sinnvoll. Die Fahrer schauen dadurch früher wieder auf die Straße, reduzieren ihre Geschwindigkeit und beenden früher die ablenkende Tätigkeit. Für mich stellt sich da natürlich die Frage, wie Fahrzeuge in die Lage versetzt werden, dass sie 7-20 Sekunden vorausschauen können.
  • Der Pre-Alert darf dabei nicht zu aufdringlich sein. Die Art des Pre-Alarms hatte keinen großen Einfluss auf das Verhalten der Fahrer.

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