Product Owner Days 2024 in Köln

Oh, wie waren die letzten Tage spannend und lehrreich. Ich war auf meiner ersten Konferenz für Product Owner:innen, den Product Owner Days 2024. Die „Product Owner Days“ sind eine Konferenz für Product Owner:innen und Produktmanager:innen. Sie wird von d.punkt, Heise, it-agile, Die Produktwerker und Agile Academy organisiert.

Die Konferenz fand zum ersten Mal als zweitägiges Vor-Ort-Event in den schicken Design Offices im Medienpark in Köln statt. Ich schätze mal, dass sich auf den PO-Days ca. 250 Produktmenschen und vereinzelte UXler:innen zum Lernen und Austausch getroffen haben.

Ich war dort als Sprecher mit meinem Vortrag „Wie man Produkte entwickelt, die Anwender:innen lieben.“ eingeladen. Nachdem ich normalerweise auf UX- & CX-Konferenzen unterwegs bin, war das für mich ein wunderbarer Einblick in die Welt von Product Ownership und Produktmanagement. Es war spannend zu sehen, was Product Owner:innen so umtreibt.

Meine wesentlichen Erkenntnisse von der Konferenz:

  • Durch Product Discovery und das „Product Operating Model“ von Marty Cagan wachsen „Product Ownership“ und „User Experience“ wie selbstverständlich zusammen. Product Discovery war omnipräsent auf der gesamten Konferenz und in vielen Vorträgen enthalten. Das wird in den kommenden Jahren sicher ein großes Ding.
  • Die Rolle PO hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sie hat sich von der reinen Backlog-Verwaltung zur Wertmaximierung für Kund:innen und Unternehmen professionalisiert.
  • Eine der größten Herausforderungen für POs ist das Setzen und Halten des Fokus für ihre Arbeit und die Arbeit des Entwicklungsteams. Sie werden mit zahlreichen Themen gleichzeitig konfrontiert.
  • UX-Research ist in der PO-Community angekommen und wird als selbstverständlich angesehen. Themen wie regelmäßiger Kundenkontakt, qualitative Interviews mit Kund:innen und eine geschlossene Feedback-Loop waren sehr oft zu hören. Im World Cafe war der Wunsch danach einfacher und häufiger mit Kund:innen in Kontakt zu kommen deutlich zu spüren.
  • Das Konzept von „Empowered Produkt Teams“ wird als erfolgversprechender Ansatz für Unternehmen in dynamischen Umfeldern verstanden. Empowered Product Teams arbeiten eigenveranwortlich und richten ihre Arbeit am Wert für Kund:innen und Unternehmen aus. Sie sind interdisziplinär aufgestellt, bestehend aus Produktmanagement, Design und Entwicklung.
  • POs wollen auch weg davon, vorgegebene Features nach Termin „schrubben“ zu müssen. Ich habe auf Seiten der PO den großen Wunsch danach wahrgenommen, mehr echte Kundenprobleme zu lösen.
  • Der Ausbau von Führungskompentenzen ist auch bei POs eine Thema. Product Owner:innen sind in ihrer Rolle per se fachliche Führungskräfte. Auf der Konferenz wurde spürbar, dass dies aber nicht alle POs so leben dürfen oder können.
  • Auch Product Owner:innen müssen ihre Rolle und die damit verbundene Verantwortung erklären. Es ist nicht selbstverständlich, dass ihre Entscheidungen akzeptiert werden.
  • Stakeholder-Management ist auch für POs eine Herausforderung. Sie müssen die Kundenprobleme hinter den Ideen ihrer Stakeholder herausarbeiten, verschiedene Interessengruppen bei Laune halten, gegensätzliche Ziele balancieren, Erwartungshaltungen richtig setzen und Vertrauen aufbauen.

Die Konferenz an sich ist sehr empfehlenswert. Es war eine der wenigen Konferenzen, bei der ich fast ausschließlich hörenswerte Vorträge erlebt habe. Alle inhaltlich gut aufbereitet und gut bis überwältigend vorgetragen.

Mein Fazit zur Konferenz ist, dass das eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung ist und zwar nicht nur für Produktmenschen. Und, dass POs auch viele coole Methoden mit gut klingenden englischen Namen haben.

Die beiden Tage im Detail:

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