DevCamp.create am 09.03. in Würzburg für UX Designer

Am 09. März 2018 findet in Würzburg das DevCamp.create statt. Das DevCamp.create ist ein BarCamp, welches sich dieses Mal insbesondere an UX Designer wendet:

Wenn sich die Entwicklergemeinde zum Developer Camp 2018 trifft, bleiben Design- und UX-Themen meist auf der Strecke. Das werden wir ändern!

DevCamp.create ist ein Barcamp von kreativen Köpfen für kreative Köpfe, die komplexe Projekte in einem kreativen Umfeld umsetzen und dabei die Usability, User Experience und das Design in den Mittelpunkt stellen wollen.

Wenn Du Dich zur Gruppe der Usability-Interessierten/-Professionals, UX-Nerds, UX-/UI-Designer, Design Thinker, Konzepter oder Designer und Kreative im Allgemeinen zählst, bist Du hier genau richtig.

Folgende Themen schwirren uns im Kopf herum: Jobs to be done, How to handle Personas, Usability meets DIN-Norm, Breaking UX, UX meets AI, etc. Deinen kreativen Einfällen sind keine Grenzen gesetzt. Wenn Du selbst etwas beitragen willst, hast Du mit diesem Google Docs die Möglichkeit, Deine Sessionvorschläge und -wünsche mit der Welt zu teilen.

Mehr zum DevCamp findest Du hier:

https://create.developercamp.io/

Trends und Themen für UX in 2018

Es ist Januar 2018 und für mich wieder eine gute Gelegenheit zu überlegen, welche Trends und Themen mich in den kommenden 12 Monaten rund um User Experience, Product Design und Design Management beschäftigen werden.

Design Leadership

In Managementkreisen ist es mittlerweile eine Binsenweisheit, dass Product Design eines der wesentlichen Differenzierungsmerkmale und Erfolgskriterien für digitale Produkte ist. Product Design vermittelt zwischen geschäftlichen Zielen, Technologien und den Lebenswelten der Kunden. Es ist eine der Disziplinen, die einen zentralen Einfluss auf das Erlebnis der Kunden mit den Produkten und Diensten eines Unternehmens haben.

Dazu passt, dass ich in den vergangenen Monaten aus vielen produktentwickelnden Unternehmen gehört habe, dass diese ihre interne Gestaltungskompetenzen durch die Einstellung von (UX-)Designern, die UX-Ausbildung von Mitarbeitern und den Aufbau von internen Designteams bzw. Designorganisationen gestärkt haben. Einige Unternehmen haben Designstrategien und Zukunftsvision erarbeitet, um ihren Mitarbeitern Orientierung zu geben und ihren Kunden ihre Zukunftsfähigkeit zu beweisen. Ich gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Es bleiben also auch die kommenden Monate rosige Zeiten für UX-Designer.

Aber auch rosige Zeiten bringen ihre Herausforderungen. Ich gehe davon aus, dass der Wettbewerbsdruck durch die digitale Transformation und die geringeren Markteintrittsbarrieren für Startups in den kommenden Monaten weiter ansteigen wird. Es genügt nicht, dass Unternehmen die nötige Gestaltungskompetenzen besitzen. Ich gehe davon aus, dass die Kompetenz und Exzellenz mit der Product Design in Unternehmen geführt wird, eine zentrale Stellung einnehmen wird. Während die Gestaltungskompetenz die Grundlage bildet, dass Unternehmen überhaupt gute Produkte gestalten können, ist exzellentes Design Management die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen zielgerichtet, wiederholbar und effizient erfolgreiche Produkte gestalten können.

Die Professionalität im Design Management ist außerdem der Schlüssel dazu, dass über Product Design und Design Thinking nachhaltig neue Dienste und Produkte entstehen können, die Unternehmen dabei helfen in der 3. industriellen Revolution zu bestehen.

Künstliche Intelligenz

Stichwort – 3. industrielle Revolution. In den letzten Monaten haben zahlreiche intelligente Systeme das Licht der Welt erblickt und ihren Siegeszug angetreten. In erster Linie war das im privaten Bereich durch Alexa & Co. zu beobachten. Ich gehe davon aus, dass diese Systeme in 2018 auch Einzug in den geschäftlichen Bereich halten werden. Ob wir in 2018 auf breiter Front bereits unsere Kalender und Termine über Alexa & Co. organisieren lassen können oder im Kundenservice immer mehr mit Bots kommunizieren werden, wage ich aktuell noch nicht zu bewerten. Aber die ersten Schritte in diese Richtung waren bereits Ende 2017 zu sehen. (Siehe „Alexa for Business – Empower your organization with Alexa“)

Für UX-Designer ist es daher definitiv an der Zeit sich mit der Gestaltung von intelligenten Systemen, wie Bots und Automaten, zu beschäftigen. Dabei ist nicht nur wichtig, Wissen zur Gestaltung von Conversational User Interfaces … also Chatbots und Sprachassistenten … aufzubauen. Auch intelligente Systeme ohne ein kommunikatives Interface werden Teil der User Experience. Schon heute ist beispielsweise in der Heimautomation zu beobachten, dass Systeme, die aufgrund bestimmter Verhaltensweisen, Muster oder Regeln ihrer Besitzer – und damit ohne direkte Interaktion mit ihnen – funktionieren, einen großen Teil des Gesamterlebnisses ausmachen. UX-Designer sollten sich damit auseinandersetzen, wie es gelingen kann aus den automatisierten Aktionen intelligenter Systeme, den sprachlichen Interaktionen und den klassischen Interaktionen über Bildschirm-Interfaces ein ganzheitliches Produkterlebnis zu gestalten. Dabei wird ein wesentlicher Aspekt darin bestehen, wie die Markenbotschaften eines Unternehmens nicht nur in die visuell-interaktive Produktgestaltung übertragen werden, sondern wie diese in einen Charakter für das Gesamtsystem übersetzt werden können.

Im vergangenen Jahr ging ich noch davon aus, dass die große Herausforderung bei der Gestaltung von intelligenten Systemen darin liegen wird, das Vertrauen der Anwender zu gewinnen. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es erfahrenen UX-Designern mit Leichtigkeit gelingen wird, Vertrauen in künstliche Intelligenz zu erwecken. Ich gehe sogar davon aus, dass es am Ende so sein wird, dass Menschen zu schnell zu großes Vertrauen in solche Systeme entwickeln werden. Wir werden uns bei der Gestaltung von intelligenten Systemen auch mit den negativen Effekten der Automatisierung, wie Automation complacency, Automation bias und De-Skilling befassen müssen. Automation complacency bedeutet, dass erste erfolgreiche Arbeitsleistungen von Automaten darin münden, dass Anwender zu schnell damit zufrieden sind und Aufgaben ohne Nachkontrolle und Monitoring an Automaten delegieren. Automation bias bedeutet, dass Automaten von Menschen verzerrt wahrgenommen werden. Anwender entwickeln zu schnell blindes Vertrauen und hinterfragen bestimmte Verhaltensweisen nicht mehr kritisch. De-Skilling bedeutet, dass Anwender die Tätigkeiten verlernnen, die automatisiert wurden und dann im Ernstfall nicht mehr erkennen können, dass etwas schief läuft bzw. nicht mehr schnell genug eingreifen können. (Siehe „Computers, Automation and the Human Future #chi2017“ #uxblog)

Data Science für UX

Ich glaube, dass die Analyse und Auswertung von Daten – neudeutsch Data Science – in den kommenden Monaten zunehmend Teil des Handwerkszeugs von UX-Designern werden sollte. Data Science ist die Wissenschaft, die sich mit der Extraktion von Wissen aus Daten beschäftigt. Data Scientists bedienen sich dazu Methoden aus Informatik, Mathematik, Statistik, maschinellem Lernen und Mustererkennung. Die Methoden und Fähigkeiten der Data Scientists sind unerlässlich für die Entwicklung von intelligenten Systemen. Ich glaube, dass die Entwickler der Zukunft zu großen Teilen Data Scientists sein werden. Es versteht sich daher von selbst, dass ich eine gute Zusammenarbeit zwischen UX Design und Data Science für die Gestaltung intelligenter Systeme für sehr erstrebenswert halte. Dazu gehört auch, dass UX-Designer sich grundlegende Kenntnisse in Data Science aneignen.

Darüberhinaus wird die Datenschutz-Grundverordnung ab Mai 2018 einige Veränderungen für den geschäftlichen Umgang mit persönlichen Daten mit sich bringen. (Siehe Datenschutz-Grundverordnung) Die Regeln des Datenschutzes werden sich dadurch nicht gravierend ändern, allerdings die Konsequenz mit der sie angewendet werden.

Ich halte diese Erneuerung allerdings nur für einen ersten Schritt zur Regulierung des Umgangs mit pers. Daten. Das Teilen von persönlichen Daten bildet die unbedingte Grundlage für nahezu alle digitalen Dienste. Viele Menschen sind auch bereit Informationen zu teilen, wenn sie dafür etwas bekommen, was sie haben wollen. Dabei ist allerdings den wenigsten bekannt, was mit den Daten im Detail passiert. Die Nutzungsbedingungen digitaler Dienste erklären nicht verständlich, was mit genau mit persönlichen Daten passiert und was dies für Konsequenzen für die Anwender haben kann. Dies liegt zum Teil daran, dass die Anbieter noch nicht im Detail wissen, was sie alles mit den Daten anfangen können und was dies für Konsequenzen im Detail haben könnte. Sie verwenden daher sehr weit gefasst Formulierungen. Teilweise ist es aber auch sehr komplex Formulierungen zu finden, die sowohl den rechtlichen Bestimmungen und geschäftlichen Interessen als auch der Aufnahmefähigkeit der Anwender gerecht werden. Am Ende bleibt für die Anwender nur die Wahl zwischen „Zustimmen, ohne genau zu wissen, was es bedeutet.“ oder „Ablehnen und auf den Dienst verzichten“. Eine Verhandlung zwischen den Interessen digitaler Dienste und deren Anwender um die Währung „persönliche Daten“ ist heute nahezu unmöglich.

Es wird eine große Herausforderung einen Weg zu finden, Produkte und Dienste so zu gestalten, dass die Anwender wieder Kontrolle über ihre persönlichen Daten erlangen und einfach steuern können, wem sie welche Informationen für was geben. Ich erwarte daher, dass es zunehmend Aufgabe des UX Designs werden wird, sich damit zu beschäftigen, wie die Nutzung und den Fluss von persönlichen Daten in digitalen Ökosystemen für Anwender sichtbar, verständlich, steuerbar und ggf. verhandelbar gemacht werden kann.

Was macht Software sexy?

Die Turbulenzen der digitalen Transformation schütteln die klassische Software-Branche gerade so richtig durch. Momentan können sich zwar viele der Traditionsunternehmen der Branche noch recht erfolgreich mit ihren klassischen Produkten gegen den Veränderungsdruck stemmen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis auch hier gilt:

Es drängen zahlreiche Startups mit attraktiven digitalen Lösungen auf den Markt und beginnen diesen Stück für Stück für sich zu erobern. Das bringt natürlich richtig Schwung in das traditionelle Softwaregeschäft. Aber, wo ist das Problem? Klassische Business-Software muss halt einfach attraktiver werden. Oder, wie es letztens ein Manager zu mir sagte: Software muss sexy werden.

Leider sagt sich das nur so einfach. Es ist schwer, Produkte so attraktiv zu gestalten, dass sie erfolgreich sind. Auch digitale Produkte werden nicht nur wegen ihrer visuellen Schönheit für Kunden attraktiv bzw. sexy.

„A product has to be balanced, it should provide value, fullfill the needs of the users, and make good business sense. But if it doesn’t feel right who cares if it works? We need both pleasure and function. Beauty and Usability.“ (Norman)

Ein guter Zeitpunkt, um nochmal zu klären, was digitale Produkte eigentlich sexy macht. Digitale Produkte sind nach meiner Erfahrung „sexy“, wenn sie …

  • nützlich sind.
  • zuverlässig sind.
  • verständlich sind.
  • effizient sind.
  • aktuell sind.
  • das Wohlbefinden ihrer Nutzer steigern.
  • ästhetisch sind.
  • die Neugier ihrer Nutzer wecken, z.B. durch Neuartigkeit.

Diese Kriterien müssen natürlich nicht alle zum größtmöglichen Grad erfüllt sein. Der Erfüllungsgrad der einzelnen Kriterien hängt vom Anwendungsgebiet und der Zielgruppe ab. (Siehe „Gute Gestaltung von Software-Bedienoberflächen“)

Wohlbefinden kann man nicht verschreiben, aber eine Art, etwas zu tun, macht einen Menschen glücklicher als eine andere Art. Die Art zu finden, die glücklicher macht, ist die Aufgabe von User Experience. Im Fokus steht also der Endbenutzer und sein Wohlbefinden – und das Verhandeln dieses Wohlbefindens mit betriebswirtschaftlichen Zielen.(Hassenzahl)

Siehe auch

Design for wellbeing

Mit User Experience als Disziplin in agilen Organisationen führen

Die Art und Weise, wie das Thema User Experience in Unternehmen geführt wird, ist stark vom Reifegrad des Unternehmens hinsichtlich Human Centered Design abhängig. Unternehmen, die UX gerade für sich entdeckt haben, versuchen in der Regel im ersten Schritt einzelne Personen zu benennen bzw. ein zentrales UX-Team aufzubauen. Diese führen dann von zentraler Stelle aus das Thema UX im Unternehmen, d.h.

  • sie werben für das Thema,
  • bieten Weiterbildung und Beratung zu UX an,
  • liefern gestalterische Arbeiten zu,
  • führen im Auftrag UX-Dienstleistungen für die Entwicklungsteams durch oder
  • arbeiten temporär in Projekten mit.

Mit zunehmender Etablierung von UX als Disziplin im Unternehmen kann sich dann ein zentrales UX-Team zu einer UX-Abteilung entwickeln. Der Wirkungsgrad von zentralen Teams und Abteilungen ist aber unabhängig von ihrer Größe sehr begrenzt. Meist werden sie in ihrer Arbeit von organisatorischen Grenzen und Zielkonflikten zwischen Teams, Abteilungen, anderen Disziplinen oder anderer zentraler Einheiten behindert. Zentrale Teams müssen ständig um Aufmerksamkeit und Bedeutsamkeit kämpfen, um in einem Unternehmen Wirkung entfalten zu können.

Im Zuge der Einführung von agilen Vorgehensweisen ist bei einigen Unternehmen aktuell zu beobachten, dass ein neues Muster für die Führung von User Experience Einzug hält. User Experience wird in agilen Organisationen dadurch implementiert, dass UX Designer direkt in den crossfunktionale / interdisziplinäre Entwicklungsteams arbeiten. Die Führung des Themas / der Disziplin UX als Ganzes erfolgt dann nicht mehr über ein zentrales Team, sondern über teamübergreifende Communities bzw. Gilden oder Chapters. Ein bekanntes Beispiel für diese Art der Implementierung von UX ist ING bzw. Spotify. Wie das dort organisiert ist, könnt Ihr Euch in diesem Video ansehen:

Dieses Organisationsprinzip klingt erstmal wunderbar, da es viele organisatorische Probleme löst und UX auf Augenhöhe mit anderen Disziplinen gestellt wird. Im Detail ist es dann aber doch gar nicht so einfach eine funktionierende und wirksame Community bzw. eine Gilde für UX in agilen Organisationen aufzubauen. Ich arbeite seit geraumer Zeit daran, eine derartige Organisationsform einzuführen. Dabei sind mir folgende Erfolgsfaktoren aufgefallen, die ich gern mit Euch teilen möchte:

  1. Es muss eine/n UX-Verantwortliche/n im Unternehmen geben, welche die Belange und Interessen der Gilde im Management vertreten kann. Diese muss von der Unternehmensführung dafür legitimiert sein und Zugang zu den wichtigen Entscheidungsgremien haben. Diese Person sollte über ein entsprechendes Budget für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Gilde und deren Mitglieder verfügen.
  2. Die Mitgliedschaft in der UX Gilde muss an entsprechende Fähigkeiten geknüpft werden. Mitglied können nur Mitarbeiter werden, die über die notwendigen UX-Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Es muss im Unternehmen bekannt sein, wer dazugehört.
  3. Die UX Gilde muss für einen kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch , um einen konsistenten Wissensstand in der Disziplin zu haben und übergreifend ihre Disziplin führen zu können.
  4. Die Wege für übergreifende Designentscheidungen und diesbezügliche Eskalationen wurden definiert, sind bekannt und anerkannt.
  5. Es wurden Richtlinien und gemeinsames Handwerkszeug für die Produktgestaltung bzw. UX Design definiert, um einen gemeinsamen Qualitätsstandard in der Entwicklungsorganisation zu erreichen.
  6. Es gibt ein Ausbildungsprogramm für UXler, um ein durchgängig hohes Fähigkeitsniveau zu erreichen.
  7. Die Wirksamkeit der Gilde und die Zielerreichung für UX wird anhand von Metriken gemessen und durch regelmäßige Retros ständig verbessert.
  8. Es wurde ein Reifegradmodell für die Weiterentwicklung der Disziplin UX definiert. Dieses dient bei der Weiterentwicklung von UX im Unternehmen als Orientierung und Maßstab.
  9. Und zu guter Letzt: sollte es regelmäßig Events zur Förderung des Zusammenhalts in der UX Community geben.

 

Berufsbegleitende Weiterbildung und Studiengänge für angehende UX Professionals

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe berufsbegleitender Weiterbildungs-Programme mit Abschluss und Studiengänge für angehende User Experience und Usability Spezialisten in Deutschland. Ich habe Euch eine Liste der mir bekannten Anbieter zusammengestellt:

Berufsbegleitende Weiterbildungen

Studiengänge

Die Liste erhebt – wie immer – keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls ich einen Anbieter übersehen habe, bitte melden.

Softwareentwicklung braucht mehr Gestaltungskompetenz

Die Softwareentwicklung in Deutschland braucht mehr Gestaltungskompetenz. Das ist das Fazit der BITKOM-Taskforce „Software-Gestalter“ in der Dr. Kim Lauenroth (adesso AG/IREB e.V.), Prof. Dr. Karsten Lehn (Hochschule Hamm-Lippstadt), Dr. Marcus Trapp (Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering – IESE), weitere Autoren und ich uns in den letzten Monaten mit der Frage beschäftigt haben, wie es der Softwareentwicklung in Deutschland gelingen, kann die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern.

Unsere Beobachtungen, Erkenntnisse und Lösungsvorschläge haben wir in einen Leitfaden für Software-Unternehmen gepackt. Im Grunde wollen wir mit diesem Leitfaden dazu anregen, mehr gestalterisches Wissen und Fähigkeiten in der Informatik-Ausbildung zu vermitteln. Entwickler benötigen neben ihrer technischen Expertise auch gestalterisches Grundwissen, um gemeinsam mit Requirements Engineers und UX Designern digitale Lösungen erschaffen zu können, die Menschen begeistern. Unser Plädoyer ist aber keine Einbahnstraße. Die anderen Disziplinen der Softwareentwicklung, wie z.B. Requirements Engineering und UX Design, müssen sich im Gegenzug mehr hinsichtlich Informatik ausbilden. Die fachlichen Grenzen zwischen den Disziplinen müssen mehr als heute verschwimmen. Das gemeinsame Ringen um die beste digitale Lösung für den Anwender oder Kunden muss in den Vordergrund rücken. Die häufig noch sehr technologieorientierte Denkweise in der Softwareentwicklung muss sich zu einer menschenzentrierten Denkweise verändern.

Um diesen Brückenschlag zu verdeutlichen haben wir ein Idealbild eines Softwaregestalters bzw. Digital Designers entworfen. Dieses Idealbild beschreibt ein Kompetenzprofil aus der Schnittmenge der Disziplinen der Softwareentwicklung. Es soll zum einen Entwicklern, Requirements Engineers und UX Designern Orientierung bei der eigenen Ausbildung geben. Zum anderen soll dieses Kompetenzprofil Managern in Softwareunternehmen als Unterstützung für die Zusammenstellung von Entwicklungsteams und für die Weiterentwicklung der Entwicklungsorganisation dienen.

Der Leitfaden steht als kostenloses Download auf der Bitkom-Webseite zur Verfügung.<<< ><< p>< /p>

Kongress Mensch und Technik – Dortmund

Der Kongress Mensch & Technik lädt am 07. November 2017 im Rahmen der Digitalen Woche Dortmund ins Dortmunder U. Thematisch dreht sich der Kongress um intelligente Assistenzsysteme.

Geschäftsführer und Führungskräfte mittelständischer und großer Unternehmen sind
eingeladen, sich über die Möglichkeiten und die Grenzen des Machbaren an der Schnittstelle Mensch−Technik zu informieren. Bei der Veranstaltung können sie sich mit erfahrenen Experten und innovativen Startups austauschen. Das Programm ist erneut gefüllt mit wichtigen Impulsen und beispielhaften Entwicklungen namhafter Unternehmen. Mit dabei sind Microsoft, Amazon, SEW-Eurodrive und adesso sowie Startups und mittelständische Unternehmen aus NRW.

Weiter Details zum Programm findet ihr hier. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 250 beschränkt. Anmelden könnt ihr Euch unter kongress-mensch-technik.de