Lora Heiny und Will Tschumy sind in ihrem Vortrag auf die wesentlichen Aspekte des UX-Reviewprozesses eingegangen, den alle Win8-Apps durchlaufen sollten. Der ideale Prozess sieht wie folgt aus:
Early Sight Review
Sie empfehlen mit einem klaren Mission-Statement anzufangen, in welchem klar das Alleinstellungsmerkmal herausgestellt wird. Es soll klar werden, was die App am besten können soll. In diesem Schritt ist es bereits sinnvoll in einem ersten Review zu prüfen, ob da Konzept zu den Microsoft Designprinzipien passt.
Design Review
In der zweiten Phase sollte ein Prototyp der App entstehen, der mit Anwendern hinsichtlich User Experience oder zumindest Usability getestet werden kann. Der Prototyp sollte dann auch dahingehend geprüft werden, ob die Designregeln aus der Microsoft UX Guideline eingehalten werden.
App Review
Wenn die App entwickelt wurde, sollte ein weiteres Review durchgeführt werden, in dem geprüft wird, ob das User Interface Design die Anforderungen aus der Designspezifikation erfüllt. Außerdem sollten alle Animationen und Interaktionen intensiv getestet werden.
Außerdem empfehlen sie, dass die App das Windows App Certification Kit (WACK) durchläuft. Dieses beinhaltet die Tests, die auch im Freigabe-Prozess des Windows Store geprüft werden. Wenn die App diese Tests nicht besteht, dann ist es unwahrscheinlich, dass sie im Store freigegeben wird.
Final Review
Nach der Freigabe der App im Store sollte die App-Nutzung sowie die Bewertungen und Kommentare von Anwendern intensiv beobachtet werden.
Designdetails auf die man achten sollte
Im Detail haben sie folgende Punkte hervorgehoben, auf die man achten sollte:
* Beachte die generellen Navigationsprinzipien für Metro UI.
* Positioniere keine horizontalen und vertikalen Interaktionen nebeneinander auf einem Screen.
* Denke an die unterschiedliche Formate in denen die App laufen kann (Hochformat, Querformat, Smapped-State) und die unterschiedlichen Auflösungen.
* Die obere App-Leiste (App Bar) ist für Navigation. Die untere Leiste ist für Funktionen.
* Verwende die Charms und vermeide es Funktionen zu Suche, Teilen, Geräte oder Einstellungen in der App zusätzlich anzubieten.
* Infos zur App, Einstellungen zu Nutzerkonten, Hilfe, Datenschutzinfos (sind übrigens Pflicht) und Kontaktmöglichkeiten gehören in den Settings-Charm.
* Vergiss nicht die Werbebilder für die App mit hochzuladen. Fehlen diese, werden im Store keine Bilder zur App angezeigt.
Siehe auch
design.windows.com – UX Guidelines
windowsstore.com – Fallstudien und Infos füe Designer
Windows App Certification Kit (WACK)