muc16: Nutzungsdesign – Verhalten gestalten

Die MuC16/UP16 startet für mich mit dem Workshop von Florian Kaase und Malte Sönksen (artop) zum Thema Nutzungsdesign. “Nutzungsdesign” ist ein Konzeptionsmodell für UX und eine Wortschöpfung von artop. Das Modell ähnelt dem “The Elements of UX” von Jesse James Garrett und sieht wie folgt aus: 

Es geht beim Nutzungsdesign um das Aushandeln des Verhaltens von Nutzer, User Interface und System. Ziel ist es am Ende unter betriebswirtschaftlichen, technischen und gestalterischen Aspekten zu definieren, wie sich die drei “Beteiligten” verhalten müssen, damit das gesamte System ein Erfolg wird. Das Aushandeln erfolgt im Rahmen eines Workshop mit allen beteiligten Stakeholdern (Geschäftsleitung, Produktmanagement, Entwicklung, UX, Marketing, …). Genau dieses Workshopformat durften wir dann am Beispiel eines Parkscheinautomaten auch ausprobieren. 


Im Grunde funktioniert es so, das alle Stakeholder ihre Interessen auf den Tisch legen und die Erkenntnisse aus dem User Research in Form von Personas, Nutzungsszenarien und Fotos “dazumischen”. Auf dieser Basis wird dann diskutiert und visualisiert wie das System in seinen Grundzügen funktionieren soll. Es geht dabei nicht um die konkrete Oberflächengestaltung, sondern um die grobe strukturelle Konzeption des Gesamtsystems. In der Praxis dauern diese Workshops oder Stakeholder-Runden von 30 min bis wenige Stunden. Diese Stakeholder-Runden sind damit als Auftakt für Projekte geeignet.

Für mich hat dieser Workshop auch wieder gezeigt, das es für UX Professionals  wichtig ist, sich nicht nur mit der Gestaltung des Produktes oder dem Erlebnis des Anwenders zu beschäftigen, sondern auch mit Geschäftsmodellen, die dahinter liegen.

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