MuC 2008: Quantitative Methoden zur prozessbegleitenden Evaluation von Designvorschlägen

In meiner ersten Veranstaltung ging es darum, mit welchen Methoden schnell Gestaltungsentscheidungen getroffen werden können. Dabei zielten Patrick Fischer, Martin Schrepp, Theo Held und Bettina Laugwitz von SAP insbesondere auf Fragestellungen bzw. Entscheidungen ab, bei denen ein Usability Test aus Sicht des Kosten-Nutzenverhältnisses nicht gerechtfertigt ist.
Als Methoden haben sie Fragebogen, Magnitude Estimation, Conjoint Analyse und Paarvergleich erläutert. Diese Verfahren sind alle recht schnell durchführbar, wenn man nur die reine Durchführung d.h. ohne Anwenderrekrutierung, usw. betrachtet.
SAP nutzt für die Durchführung derartiger Studien die eigenentwickelte “Online Research Toolbox”;. Diese kombiniert u.a. die Tools von PXlab und das Statistiktool “R” unter einer Oberfläche. Mit dieser Toolbox lassen sich die vorgestellten Methoden schnell umsetzen und automatisiert auswerten. Die Testpersonen sind entweder anwendernahe SAP-Mitarbeitern (Service,Vertrieb, … ) oder Anwender. Letzteres verlängert dann aber die Gesamtdauer bis zur Entscheidung erheblich, da die Anwender erst rekrutiert werden müssen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass
* Gestaltungsentscheidungen auf Basis von Stichprobengrößen ab 15 Testpersonen getroffen werden können
* verlässliche Entscheidungen hinsichtlich visueller Gestaltung auf Basis von Meinungen interner Mitarbeiter getroffen werden können, wenn diese Mitarbeiter anwendernah sind.

Siehe auch

Viel Mehr – Interdisziplinare Fachtagungen 2008

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