Pflegende in Kliniken verbringen immer weniger Zeit mit der Pflege.

IDW berichtet über erste Ergebnisse der Studie von Wissenschaftlern des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke zu Tätigkeiten des Pflegepersonals in Kliniken (Maximalversorgung). Die Abschlussergebnisse der Studie werden auf einer Tagung im Dezember 2006 in Witten präsentiert.

Ein Ergebnis: Die Pflegenden verbringen immer weniger Zeit mit ihrer Kernaufgabe, der eigentlichen Pflege.
(…)
Zur eigentlichen Pflege gehört auch die Kommunikation. Die Gespräche mit Patienten sind während des Untersuchungszeitraums besonders deutlich weniger geworden. Machte der Anteil von Ratschlägen und aufmunternden Worten am Krankenbett im Jahr 2003 gemessen an den Gesamttätigkeiten noch rund sieben Prozent aus, waren es im Jahr 2005, nach der Finanzierungsreform, nur noch weniger als drei Prozent. Der Anteil der sonstigen Tätigkeiten, vom Bettenmachen bis zu Botengängen, ist in etwa gleich geblieben. Er betrug im Mittel der Jahre 13 Prozent – mit allerdings steigender Tendenz. Zugenommen hat die Mitarbeit der Pflegenden bei ärztlichen Tätigkeiten, hier vor allem die Assistenz bei diagnostischen Maßnahmen. Auf die Frage, ob sie ihren Arbeitsplatz für sicher halten, antworteten über die Untersuchungsphasen hinweg zunehmend mehr Pflegende mit nein.

Siehe auch:

Weniger Gespräche am Krankenbett

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