Wolf Nöding und Oliver Emmler (InterComponentWare) haben über ihre Erfahrungen zur Integration von IA/UX-Aktivitäten in den Scrum-Prozess eines Projektes berichtet, in dem eine Gesundheitsakte entwickelt wird.
Dabei haben sie den Scrum-Prozess so geändert, dass sie in jede Iteration des agilen Entwicklungsprozesses eine Analysephase einfügen, in der Business Requirements (Geschäftsziele), User Requirements, System Requirements analysiert und in die Iteration eingebracht werden.
Ihre Erfahrungen aus diesem Vorgehen sind:
* Einsatz von IA/UX-Methoden können einen großen Mehrwert in Scrum liefern. Scrum berücksichtigt vom Konzept her keine user centered design-Vorgehen. Daher müssen die Methoden optimal eingebunden werden.
* Die Einführung der permanenten Analyse bildet eine solide Basis für Feature-Priorisierung.
* Es ist ein optimaler Kreislauf von Analyse – Spezifikation – Dokumentaion notwendig, damit es funktioniert.
* Oberflächengestalterische Aufgaben werden in einwöchigen Iterationen und Entwicklungsaufgaben in vierwöchigen Iterationen eingeplant und durchgeführt.

Siehe auch

IA Konferenz 2009

Kategorien: Dies und Das

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Customer/User Experience, Design Management und Touchpoint Management. Er ist bei DATEV als Senior Head of UX & Touchpoint Experience für das Produktdesign der DATEV Produkte und die Customer Experience an allen Kunden-Kontaktpunkten der DATEV verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.