UPA2010: Agile UCD: The Good, the Bad, and the Potentially Ugly

Thyra Rauch von IBM hat in ihrem Vortrag aufgezeigt, wie sie es bei IBM schafft sich als User Experience Professional erfolgreich in agilen Projekten einzubringen. Hier sind ein paar Ihrer Erkenntnisse:

“Doing user work during Iteration 0 gives a bit of room to get it done, as does having non-GUI work in Iteration 1.”

Aus ihrer Sicht ist ein Schlüssel zur erfolgreichen UX Arbeit in agilen Projekten eine gute Planung und die Iteration 0. In der Iteration 0 sollte soviel wie möglich User Research und Konzeptarbeit durchgeführt werden, da in den späteren Iterationen dann nur wenig Zeit dafür ist.
Weiterhin müssen aus ihrer Sicht durch die enge Verzahnung von Arbeitsaufgaben und Themen auch UX Aktivitäten parallelisiert und verzahnt werden. Beispielsweise werden bei IBM in den Evaluationen zwischen den Iterationen sowohl Dinge aus der vergangenen Iteration als auch für die nächste Iteration getestet. Die Evaluationen fallen durch die knappe Zeit dabei auch etwas kürzer aus und sind eher qualitativ als quantitativ.
Gut funktioniert bei IBM die Integration von UX Teams in den agilen Prozess. Die UX Teams sind Vollzeit in die Projekte integriert und beteiligen sich auch an der Planung. Damit diese Integration gut funktioniert ist ein vorheriges Training empfehlenswert und die Unterstützung des höheren Managements erforderlich.
Nachteilig am agilen Vorgehen ist für die User Experience Teams der sehr enge Zeitplan. Zusätzlich dazu kann eine zentrale Organisation von User Experience (sprich im Unternehmen gibt es nur ein zentrales UX Team) durch die kurzen Iterationen bzw. die Überschneidungen bei den einzelnen Projekten dazu führen, dass zu viele Aufgaben gleichzeitig für das UX Team anstehen – kurz gesagt das UX Team kann die Aufgaben nicht mehr mit der notwendigen Sorgfalt bearbeiten.
Insgesamt war ihr Fazit, dass man sehr wohl erfolgreich in agilen Projekten User Experience Arbeit betreiben kann. Eine kleine Einschränkung gibt es für global verteilte Teams. Da das agile Vorgehen sehr auf kurze Wege zwischen den einzelnen Beteiligten setzt, wird es für global verteilte Teams in unterschiedlichen Zeitzonen sehr schwierig den agilen Ansatz vollständig umzusetzen.

Siehe auch

UPA International Conference 2010

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