Joe Marini (Principal Program Manager IE/Windows Phone, Microsoft) hat in seiner Präsentation über die Gestaltung von mobilen Webseiten und Internet Explorer 9 Mobile gesprochen. Dabei hat er zwei interessante Aussagen gemacht:
* “Browser auf mobilen Geräten sind die meist genutzte App und für ca. 50% des Traffics des Gerätes verantwortlich.”
* “2013 werden die meisten hardwarenahen Gerätefähigkeiten (z.B. Sensoren) für HTML5 Apps verfügbar sein.” Dies war keine direkte Ankündigung für die weitere Entwicklung des IE9, sondern – gerade mit Blick auf den aktuell noch etwas wackligen Zustand des HTML5-Standards – eine Art Trendaussage.
Außerdem empfiehlt er Webapplikationen nicht auf spezielle Geräte auszurichten, sondern die Informationen bzw. Inhalte der Webapplikation für jedes Gerät zugänglich zu machen und nur die Präsentationsform der Informationen auf das Gerät anzupassen. Weitere Empfehlungen für mobile Webapplikationen:
* Die Oberflächengestaltung sollte auf die Bedienung mit Fingern und nicht auf die Bedienung mit Stylus bzw. Stiften ausgerichtet sein.
* Bedienelemente sollten eine Größe von 40 x 80 pixel bzw. ca. 7 mm haben, damit sie mit Fingern bedienbar sind.
* Die Menge an erforderlichen Eingaben sollten auf ein Minimum reduziert werden, z.B. über Default-Werte oder die Speicherung von häufig benötigten Eingaben.
* “Good mobile Web apps focus on few important tasks.”
* Bei der Umsetzung sollte man auf verbreitet Standards wie z.B. HTML 4/5, CSS setzen.
* Labels für Eingabefelder sollten über dem Eingabefeld und nicht daneben positioniert werden, damit Formulare auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen funktionieren.
* Passwörter sollten bei der Eingabe grundsätzlich sichtbar sein und nur optional durch Sterne o. ä. versteckt werden.
Siehe auch
Video des Vortrages auf channel9.msdn.com