Konsistente Oberflächengestaltung: „cross-device“-Nutzung macht es einfacher

Veröffentlicht von Ulf Schubert am

Konsistenz wird in einer Welt, in der Anwender mehrere Services bzw. Produkte eines Herstellers „cross-device“ und „cross-ecosystem“ nutzen, mehrdimensional.
Zukünftig müssen die Produkte bzw. Services eines Herstellers nicht mehr nur untereinander konsistent sein, sondern auch zu den unterschiedlichen Geräten bzw. digitalen Ökosystemen auf denen sie genutzt werden. Außerdem sollte natürlich auch noch die Marke wiedererkennbar und nutzbringend in die Gestaltung eingearbeitet werden.
Klingt erstmal komplizierter als bisher. Interessanterweise wird die steigende Komplexität von konsistenter Gestaltung aber sehr wahrscheinlich zu einer schleichenden Vereinfachung eben dieser führen.
Durch die Erhöhung der Anzahl der Geräte und Ökosysteme beim Anwender, verändern sich natürlich auch deren Erwartungshaltung und Adaptionsfähigkeit. Ein langjähriger und ausschließlicher Nutzer eines Gerätes erwartet und benötigt eine höhere Konsistenz eines Produktes zum Gerät, als ein Nutzer, der mehrere unterschiedliche Geräte und digitale Ökosysteme genutzt hat oder gleichzeitig nutzt.
Im Ergebnis verringert sich der kleinste gemeinsame Nenner und damit sehr wahrscheinlich auch der Aufwand für eine produktübergreifende konsistente Gestaltung.

Kategorien: Designstrategie

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Customer/User Experience, Design Management und Touchpoint Management. Er ist bei DATEV als Senior Head of UX & Touchpoint Experience für das Produktdesign der DATEV Produkte und die Customer Experience an allen Kunden-Kontaktpunkten der DATEV verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für bessere digitale Produktgestaltung in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings.