Frank Bentley (Yahoo) ging in seinem Beitrag der Frage nach, wie schnell und kostengünstig Online-Befragungen mit 100-200 Nutzern durchgeführt werden können, die auch noch verlässliche Ergebnisse liefern. Dazu verglich er klassische Marktforschungs-Befragungen mit Befragungen über Amazons Mechanical Turk und SurveyMonkey. Er stellte über alle drei Wege die gleichen Fragen und verglich anschließend die Ergebnisse.


Er kommt zu dem Schluss dass MTurk und SurveyMonkey gute und verlässliche Alternativen sind, wenn es darum geht die einfache Fragen mit der allgemeinen Anwenderschaft im Internet kostengünstig zu klären. (Für spezielle Zielgruppen ist der Weg nicht geeignet.) Er bezifferte die Kosten für die beiden Studien über MTurk und SurveyMonkey auf je ca. 150$. Yahoo nutzt MTurk und SurveyMonkey intensiv, um schnell Antworten zu bekommen. Sie klären darüber eher einfache Fragen, die nicht durch Analytics  beantwortet werden können. Wenn die Fragen eher offen sind, dann setzen sie auf MTurk. Ansonsten ist SurveyMonkey das Mittel der Wahl, da über deren Panel eine bessere Zielgruppen-Selektion möglich ist. Sie setzen klassische Marktforschungsinstrumente immer noch ein, wenn es ganz genau sein muss.


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATEV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.