Die Interaktion in vielen komplexen Webanwendungen basiert auf Maus und Tastatur. Vorallem Webanwendungen in denen viel JavaScript für die Interaktion eingesetzt wird, wie z.B. Online-Games, übersteigen oft die Möglichkeiten herkömmlicher Accessibility-APIs. Diese Webseiten sind damit nicht barrierefrei, d.h. nicht für alle Menschen gleich zugänglich. In diesem Beitrag stellte Amanda Sweamgin (University of Washington) ein assistives Werkzeug namens Genie vor, welches dieses Problem lösen soll.

Genie analysiert die Webseite auf Aktionen, Events und Eingabefunktionen im Programmcode. Die gefundenen Code-Objekte werden dann von Genie so „umgelenkt“, dass sie über alternative Eingabemethoden angesprochen und zugänglich gemacht werden können. So ist es beispielsweise möglich über Genie für komplexe Webanwendungen zusätzlich zu Keyboard und Maus alternative Eingabemethoden, wie z.B. Sprache, anzubieten.

Kategorien: Product Design

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATEV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.