chi2016: Capturing & Measuring Emotions in UX

Veröffentlicht von Ulf Schubert am

Die UEGroup hat ihren Ansatz für die Messung von Emotionen in Usability Tests auf der CHI2016 vorgestellt. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen war, dass es heute für die Messung von Emotionen eine Reihe von Tools gibt. (moodies, Emotient, emotrak)

Diese Tools haben jedoch nach Ansicht der UEGroup meistens den Nachteil, dass sie aufgrund ihrer technischen Funktionsweise Auswirkungen auf das Studienergebnis haben. Das Bekleben mit Kabeln, das Tragen von EEG-Hauben oder die Verbalisierung von Emotionen beeinflusst die Testpersonen. Die UEGroup suchte eine möglichst natürliche Methode um Emotionen zu messen, die auch in agilen Entwicklungsprozessen einsetzbar ist. Die Methode, die sie entwickelt haben, heißt youXemotions. Die Methode basiert auf der Selbsteinschätzung der Teilnehmer mittels folgender Skala:

Die Ergebnisse werden in einem Emotion Chart dargestellt:

Meiner Einschätzung nach ist diese Methode für die Messung von Emotionen interessant, hat aber wie alle anderen Verfahren auch einen Einfluss auf das Studienergebnis. Auch wenn der Einfluss sicher geringer ausfallen dürfte, als der von angeklebten Kabeln.

Siehe auch

youXemotions – How to use
Capturing & Measuring Emotions in UX


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Customer/User Experience, Design Management und Touchpoint Management. Er ist bei DATEV als Senior Head of UX & Touchpoint Experience für das Produktdesign der DATEV Produkte und die Customer Experience an allen Kunden-Kontaktpunkten der DATEV verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für bessere digitale Produktgestaltung in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings.