Dr. Andrea Resmini (Jönköping University) hat in seinem Vortrag eine Methode für die Visualisierung von Ökosystemen vorgestellt. Ausgerichtet auf das zu erreichende Ziel, werden die unterschiedlichen Elemente der Ecosystem Map vom ersten Schritt bis zum Letzten schrittweise erhoben und visualisiert. Die Elemente für die Ecosystem Map werden aus 50-100 Testpersonen in ethnographischen bzw. qualitative Interviews abgeleitet. Dadurch enthalten seine Ecosystem Maps die Sichtweisen und Elemente, die viele Menschen als Teil des Ökosystems wahrnehmen. Die Resmini Ecosystem Map ist eine Mischung aus einem UML Use Case Diagram und einer Customer Journey Map.


Die Elemente seiner Ecosystem Maps sind Akteure, Aufgaben, Channels, Touchpoints und Seams. Akteure sind die Aktiven bzw. Stakeholder im Ökosystem. Aufgaben sind die Aktivität, die ausgeführt werden, um das konkreten Ziel zu erreichen. Unter Channels versteht er ein abstraktes Designkonstrukt, welches das Ökosystem zusammenhält. Channels visualisiert er wie folgt:


Touchpoints sind die Punkte im Ökosystem an denen die Akteure im Ökosystemen interagieren. Seams verbinden mehrere Touchpoints. Außerdem ergänzt er verpasste Möglichkeiten zu seinen Ecosystem Maps, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Ein beispielhafter Ablauf für die Erstellung einer Ecosystem Map ala Resmini sieht wie folgt aus:

Kategorien: Aktuelle Nachrichten

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.