chi2016: Keynote – Conversation on Introduce Programming and Technology to a New Generation of Coders

Veröffentlicht von Ulf Schubert am

Kimberly Bryant (Black Girls Code) und Sarah Guthals (ThoughtSTEM) eröffneten den zweiten Tag der CHI 2016 mit einer Diskussion über die Technologieausbildung von Kindern … insbesondere von Mädchen. Beide haben beobachtet, dass Mädchen bei der Technologieausbildung oft vergessen werden, interessanterweise am häufigsten von ihren Eltern. Es fehlt nach Ansicht von Kimberly Bryant und Sarah Guthals an dem gesellschaftlichen Verständnis und der Erwartungshaltung, dass Mädchen auch Interesse an Technologie haben. Deshalb haben beide Organisationen gegründet, die sich mit der Technologieausbildung von Kindern beschäftigen.

Mir sprechen die beiden ein Stück weit aus der Seele. Ich glaube, dass die technologische Ausbildung unserer Kinder ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Zukunft unserer Gesellschaft ist. Ich sehe das aber nicht so stark geschlechterspezifisch, wie die Beiden. Mir begegnen immer wieder Eltern, welche Technologie bei ihren Kindern ablehnen … unabhängig vom Geschlecht der Kinder. Der Umgang mit neuen Medien und Technologien wird als schädlich oder gefährlich angesehen. Für manche Eltern ist es wertvoller, dass ihre Kinder ein Buch lesen, als dass diese mit einem Tablet kreativ Technologie erforschen und erlernen. Ich glaube, dass diese traditionelle Sichtweise vielleicht berechtigt ist, wenn Kinder sich im Wesentlichen stupide Gaming-Videos auf YouTube ansehen oder anderen Aktivitäten nachgehen, die sie in die Passivität führen. Die kreative Beschäftigung mit Technologie, beispielsweise durch das Spiel Minecraft oder Lego Mindstorms, ist aus meiner Sicht etwas sehr Gutes und Nützliches … auch wenn Kinder dafür ein Tablet oder einen Computer in den Händen halten. Natürlich braucht es dafür das Engagement der Eltern, auch wenn diese mit den Technologien auf den ersten Blick vielleicht nichts anfangen können. Wir Eltern sind es, die den Unterschied machen. Wir müssen unseren Kindern den kreativen und konstruktiven Umgang mit Technologie beibringen, damit sie nicht in Passivität versinken.

Ich sehe es für mich als eine gemeinsame Entdeckungsreise meiner beiden Jungs, meiner Frau und mir gemeinsam Technologie zu erforschen, zu entdecken und zu erlernen. Denn nicht nur meine Kinder lernen. Manchmal entdecken wir Probleme, auf die ich auch keine Antwort weiß. Kinder haben eine ganz eigene Sicht und Vorgehensweise sich Technologie erarbeiten und Probleme anzugehen. Wir lösen dann die Probleme gemeinsam und lernen alle dazu. Meine Kinder von der Problemlösung und ich von der Herangehensweise meiner Kinder.

Da die gesamte Diskussion schwer wieder zu geben ist, habe ich Euch zwei Videos herausgesucht, die Euch die Initiativen der beiden Referenten vorstellen:

Black Girls Code

ThoughtSTEM

oder Ihr schaut Euch die komplette Diskussion hier an:


Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Customer/User Experience, Design Management und Touchpoint Management. Er ist bei DATEV als Senior Head of UX & Touchpoint Experience für das Produktdesign der DATEV Produkte und die Customer Experience an allen Kunden-Kontaktpunkten der DATEV verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.