UX-Reifegrad-Barcamp “Advanced” 2023 – Zusammenfassung der Sessions

In diesem Beitrag findest Du eine Zusammenfassung der 31 Barcamp-Sessions vom UX-Reifegrad-Barcamp “Advanced” 2023. Mit dieser Zusammenfassung bekommst Du einen groben Überblick über die Themen und Beiträge des Barcamps.

Maturity Level: Alle Stakeholder auf einen Level bringen – Painpoint Management level

In der Session von Shlomit sprachen wir über Herausforderungen, zwei Unternehmen mit unterschiedlichen UX-Reifegraden zusammenwachsen zu lassen. Die Teilnehmenden stellten als zentrale Aufgabe heraus, in einen konkreten Austausch mit dem Management beider Unternehmen zu gehen, um ihre Missionen und Visionen erfassen und abgleichen zu können (inklusive konkreter Messinstrumente, etwa OKRs). Davon lassen sich für beide Seiten angepasste Strategien ableiten, um eine gemeinsame Vision Realität werden zu lassen.

Design Operations in nutzerzentrierten Organisationen

In der Session von Federica und Christian wurden Erfahrungen mit DesignOps gesammelt. Es wurden zahlreiche Impulse geliefert, die als Screenshots in der Session dokumentiert sind. Es wurde herausgearbeitet, dass DesignOps Teil der Strategie sein muss. Die Skalierung von DesignOps benötigt Zeit.

Was würdest DU tun? – Inspirierende Dilemmas aus dem Alltag eines UX-Professionals

In der Session von Rolf und Sebastian wurden verschiedene Szenarien aus dem Alltag eines UX-Professionals vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Dies erlaubte es den Teilnehmenden, ihre UX-Management-Skills zu verbessern, indem sie sich mit konkreten Erfahrungen auseinandersetzen konnten.

Sketchnote von Indra Burkart

Wie man UX wirksam organisiert – gängige Organisationsmodelle für UX

In der Session von Ulf wurden verschiedene Erfolgsfaktoren und Organisationsstrukturen für UX gesammelt. Erfolgsfaktoren sind Selbstwirksamkeit, das Schaffen einer Gemeinschaft (UX-Heroes) sowie die persönliche Entwicklung. Wirksame Organisationsstrukturen sind punktuelle Einbindung von Dienstleistern nach Bedarf (UX-Dienstleister), zentrale UX-Teams nach dem Matrix-Modell (Matrix), dezentrale Zuordnung von UX-Professionals zu verschiedenen Teams (disziplinarisch und fachlich) sowie das UX-Pool-Modell (Zuordnung von UX-Professionals für eine längere Zeit).

UX-Scorecards

Die Session von Wolfram diente dem Austausch darüber, inwiefern UX-Scorecards ein Instrument sein könnten, um UX im Unternehmen voranzubringen. UX-Scorecards speisen sich dabei aus verschiedenen Quellen, etwa dem UEQ und dem SUS. Neben Beispielen, wie solche UX Scorecards konkret aussehen können, wurde auch über deren Vergleichbarkeit diskutiert. Besonders wichtig sei es, die Zielgruppe zu berücksichtigen und immer das gleiche Segment zu messen.

Hebt Eure UX auf die nächste Stufe – Erfahrungen mit der UX-Reifegradanalyse

In Andreas Session konnten die Teilnehmenden Erfahrungen mit Reifegrad-Analysen diskutieren. Dazu zählte die Empfehlung, neutrale Expert:innen von außen dazu zu ziehen sowie mit einem kleinen Bereich zu beginnen. Bei der Messung empfiehlt sich, den Fragebogen kontextspezifisch anzupassen und immer wieder zu reflektieren. Bei der Auswertung habe es sich bewährt, sich auf einige Fokusbereiche zu konzentrieren, die realistisch optimiert werden können. Reifegradmodelle wurden auch als gutes Mittel für die kontinuierliche Verbesserung und Coaching betrachtet.

Wie führt man gute Bewerbungsgespräche als Interviewer?

Die Session von Karsten startete mit einer inspirierenden Sammlung von positiven und negativen Erlebnissen bei Interviews, bevor wir Tipps zum Führen von Bewerbungsgesprächen identifizierten. Dabei sammelten wir auch zahlreiche Links zum Thema. Als große Herausforderungen wurden KI-Tools identifiziert, die es immer schwieriger machen, die konkreten Skills von Menschen zu verstehen. Bewerbungsaufgaben (z.B. Probe-Arbeiten) können helfen, sollten aber in einem angemessenen Rahmen bleiben und gut in den Prozess integriert werden. Schließlich sprachen wir ausführlich über Persönlichkeitstests sowie den Aufbau einer Arbeitgeber-Marke, um im zunehmend schwierigen Markt erfolgreich rekrutieren zu können.

Erfahrungen aus einem Großkonzern – wie wir über einen Stammtisch zu einem Design System gekommen sind.

Die Session wurde von Mitarbeitenden aus einem Unternehmen und einer Agentur gemeinsam gestaltet, um über die Erfahrungen mit einem Stammtisch bei der Etablierung eines Design-Systems zu sprechen. Fabian, Marc & Christian berichteten von ihren Erfahrungen. Ausgangslage war ein hoher Bedarf an UX-Enablement, weil es große Inkonsistenzen innerhalb des Produktportfolios gab. Nach einer ausgiebigen Research-Phase entstand die Idee, einen unternehmensweiten Stammtisch (alle zwei Wochen, remote) einzuführen, um an den Herausforderungen zu arbeiten und ein Design-System zu entwickeln. Der Stammtisch wurde sehr gut angenommen und führte zu hoher Identifikation mit dem Design-System, weil die Personen direkt beteiligt waren (Ikea-Effekt). Auch andere positive Effekte stellten sich ein, weil UX-Professionals nun als Community erkennbar wurden und eine unternehmensweite Stimme bekamen. 

Nützliche AI Helfer im Alltag – Euer Erfahrungsbericht

Andreas sprach in dieser Session zum Einstieg über AI-Tools, die er in seiner täglichen Praxis nutzt. Beispielsweise hat er gute Erfahrungen mit der Übersetzung von Texten über Lokalise gemacht. Außerdem nutzt er AI-Erweiterung in Miro und Slack, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Einige Teilnehmenden nutzen ChatGPT oder Perplexity, um die eigenen Gedanken zu schärfen oder Argumentationen zu erarbeiten. Herausforderungen sind aktuell der tatsächliche Nutzen von AI-Tools, Datenschutz und Halluzinationen von AI-Tools. Condens besitzt eine hilfreiche Transkriptionsfunktion. Einzelne Unternehmen nutzen es für die Anonymisierung und Auswertung von textuellem Feedback. https://nolej.io/ kann bei der Erstellung von Lerninhalten helfen.

Welche UX KPIs messt Ihr in Eurem Unternehmen?

In der Session von Doreen konnte ausgiebig über Pro und Contra verschiedener KPIs gesprochen werden. Dabei kam insbesondere heraus, dass Insights aus quantitativen Kennzahlen (etwa Analytics) ohne qualitative Befragungen teils nebulös bleiben. Kontext und Hintergrund einer Kennzahl seien wichtig für Insights, etwa durch eine Verknüpfung von Tracking-Daten mit Kurzbefragungsdaten. Diskutiert wurden außerdem Metriken wie der Customer Effort Score (CES), Customer Satisfaction (CSAT) und Net Promoter Score (NPS).

Interne UX Awareness durch einen „Experience Day“

Die Session von Pirjo bot Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über ein unternehmensweites Event zur Fortbildung und zum Networking. Trotz verschiedener anderer Maßnahmen stellte sich die Herausforderung, dass UX noch immer nicht von jeder Person im Unternehmen verstanden wurde. Die Idee des Experience Days ist, eine interne, virtuelle UX-Konferenz mit kurzen Inputs zu gestalten, um das Verständnis für UX zu fördern. Das Event war mit 150 Teilnehmenden ein voller Erfolg und regt daher zum Nachahmen an.

UX Hiring, Erfahrungen aus einem Kontext niedriger UX Maturity

In der Session von Salome diskutierten wir die besondere Herausforderung, UX-Professionals für Unternehmen mit geringem UX-Reifegrad zu rekrutieren, besonders aus dem Blickwinkel von externer Beratung. Im ersten Schritte sollten die Tätigkeiten gesammelt und entsprechenden UX-Rollen zugeordnet werden. Besondere Herausforderung hierbei ist, HR angemessen zum Thema UX zu schulen, weil Bewerbungen dort vorausgewählt werden. In einem zweiten Schritt geht es dann darum, den Einstellungsprozess zu standardisieren. Die Session sammelte außerdem verschiedene sinnvolle Tools und Artikel zu diesem Thema.

Woran scheitern Customer Journey Framework Projekte?

„Woran scheitern Customer Journey Framework Projekte?“ war die spannende Frage von Thomas und Christian, die zunächst mit einer Definition startete: Journey Management schafft die Grundlagen, implementiert die Steuerungsintrumente und sorgt für die wirksame Nutzung von Erkenntnissen aus den Journeys in einem Unternehmen. Zentrale Herausforderungen dabei: Diese Frameworks sind oft sehr komplex, dabei müssen sie gar nicht perfekt sein und eher als Strukturhilfe wirken. Außerdem wirkt es oft so, als würde man ein Buch schreiben, ohne die Anwender:innen der Journeys zu berücksichtigen. Eine gute Anregung war daher, diese Anwender:innen aktiv mit einzubeziehen.

UX im Mittelstand einführen

Die Session von Salome bot einen Einblick in die Arbeit, als externe Beratung bei der Etablierung von UX im Mittelstand mitzuwirken. In der folgenden Diskussionsrunde wurden Tipps gesammelt, wie das auch für Einzelkämpfer:innen funktionieren kann: Stakeholder kennen lernen, Potenziale aufzeigen und viel mit Visualisierungen arbeiten. Im Enterprise-Umfeld herrsche oft die Schwierigkeit, an Nutzende heranzukommen.

Nutzerzentrierte Informationsarchitektur – Wie wird diese entwickelt? Welchen Mehrwert hat eine Top Task Studie?

Doreens Session begann mit einem Impuls, was Informationsarchitektur ist und was sie „gut“ macht. Im Anschluss wurde die Top Task Analyse als Methode vorgestellt, die sich aus Daten von Analytics und Stakeholder-Interviews speist. Trotz des hohen Zeitaufwands hat sie sich als sehr wertvoll erwiesen, um nutzerzentrierte Informationsarchitekturen zu entwickeln.

Outcome Driven Design

„Outcome-Driven Design“ beschreibt die Idee, die Gestaltung mehr am konkreten Nutzen für Kund:innen und Ergebnissen auszurichten statt auf Features oder Bauchgefühl. In seiner Session stellte Thomas dazu die Methode der “Outcome Based Roadmap” vor. Die Diskussion sammelte zahlreiche Anregungen dazu, etwa die konsequente Nutzung von Jobs-to-be-done zur „outcome-driven innovation“. Wichtig sei aber auch zu verstehen, warum das Produktmanagement auf Features fokussiert ist, um mit ihnen (und nicht gegen sie) zu arbeiten. Einblicke in die Arbeit mit einem Leuchtturmprojekt rundeten die Session ab.

Sketchnote von Indra Burkart

Die Grenzen von HCD/UX in großen Unternehmen. Endet es  meistens bei Reifegrad 3?

Wo liegen die Grenzen von HCD und UX in großen Unternehmen? Eine spannende These in der Session von Aneta war, dass die Etablierung von UX nur bis zu einem gewissen Grad funktioniere, meist Stufe 3. So färbe es oft nicht auf das gesamte Unternehmen ab, wenn einzelne Produktteams eine höhere Reifestufe erlangten. Neben der Größe sei aber auch die Struktur entscheidend. Dabei entstand eine spannende Diskussion, wie UX in einem agilen Prozess funktionieren kann.

Demokratisierung von UX-Research – Erfolg / Rahmenbedingungen

In der Session von Stefanie ging es um die Demokratisierung von User-Research. Zunächst wurde ausführlich diskutiert, was „Erfolg“ bei solcher Demokratisierung bedeutet, z.B. UX-Sensibilisierung bei allen oder aus der Notwendigkeit heraus, dass es sonst Kapazitätsengpässe gibt. Erfolg zeige sich dann darin, dass solche Engpässe kurzfristig aufgefangen werden können oder durch Erfolge von Bildungsformaten (UX Academy, Crashkurs). Schließlich sammelten die Teilnehmenden ihre Learnings, etwa begleitendes Mentoring nutzen. Auch Risiken kamen zu Sprache, etwa das Gefühl falscher Sicherheit schaffen („ich habe ja Research gemacht“).

Was macht man wenn der Stakeholder auch der Nutzer ist?

In Indras Session haben wir über die Herausforderung gesprochen, wenn ein PO gleichzeitig auch der Nutzer ist und die Anwendung quasi für sich baut. Er ist Prozess-Owner und sagt er weiß auch was die anderen machen, da andere Aufgaben auch von anderen Nutzern übernommen werden. Aktuell passiert kein Usability Testing und man kommt nur über den PO an Nutzer.

UX-Maturity und UX-Reife? Ist das ganze Konzept schon Mist?

In der Session von Dominique wurde ausgiebig über UX-Reife diskutiert, die teilweise zu vereinfachend wahrgenommen wurden. Es entstand eine spannende Diskussion darüber, für wen mehr UX-Reife eigentlich besser ist – für die UX-Professionals, die Organisation und/oder die Gesellschaft? Auch die Idee, ob UX „überreif“ sein kann, also nicht mehr wirtschaftlich ist, wurde angesprochen.

Sketchnote von Indra Burkart

Erfolgsfaktoren für Journey Management – worauf kommt es bei der Etablierung eines Journey Management Frameworks an?

In der Session von Heike wurden Erfolgsfaktoren für das Journey Management diskutiert. Im Impuls gab es spannende Einblicke, beispielsweise in den Journey Atlas (eine Art Journey-Inhaltsverzeichnis für bestimmte Zielgruppen), technische Infrastrukturen für Journey-Management, aber auch die Definition von Rollen, etwa wer für die Journeys verantwortlich ist und wer entscheidet, dass es eine Journey gibt. Der folgende Erfahrungsaustausch diente der Diskussion von praktischen Fragen wie: Ist Journey Management losgelöst von UX und CX? In welchen Bereichen sind Kund:innen und Nutzer:innen identisch? Wie wird die Journey mit Stakeholdern kommuniziert? 

Enterprise UX – Best-Practices, Quick Wins, Messbarkeit etc. – Diskussion und Erfahrungsaustausch

In der Session von Till wurde ausführlich diskutiert, inwiefern sich der Enterprise-Bereich für UX von anderen Bereichen unterscheidet. Zahlreiche Lösungsvorschläge wurden ausgetauscht, etwa das bewusste Challengen von Product Ownern, das tiefere Einbeziehen von Stakeholdern (= sicherstellen, dass sie UX wirklich verstanden haben!), das Erarbeiten einer Produktvision („Was sind die Vorteile der späteren Anwender:innen?“) und gemeinsame Workshops mit den Entwicklungsteams.

Wertschätzend und motivierend ins neue Jahr mit dem UX Team starten: Habt Ihr Ideen?

In der Session von Anna sammelten wir Ideen, wie man „wertschätzend und motivierend ins neue Jahr mit dem UX Team starten“ kann. Basierend auf der großen Herausforderung, dass das UX-Team mehr zu tun als Kapazitäten habe, sollte man Mitarbeitergespräche führen und danach einen Team-Workshop machen (z.B. Action Painting). Ganz wichtig sei aber auch, ein Leuchtturm für Kolleg:innen in frustrierenden Situationen zu sein: Perspektive, Licht, Hoffnung und Wertschätzung geben. Retro-Formate können bei der Reflektion helfen (Was ist passiert, was will man noch tun?). Wertschätzung lässt sich durch Hervorhebung der Soft Skills erreichen.

Wie kann man Enablement und UX/CX Reife effektiv in einem Unternehmen umsetzen in dem es noch viele Resistenzen gibt oder kein konkretes Budget? Welche Methoden und Erfahrungen habt ihr bei euch  gesammelt?

Die Session von Amanda diente zur Diskussion einiger zentraler Leitfragen rund um UX-Enablement. Um das UX-Mindset zu stärken, sei viel Geduld nötig. Helfen können kleine Culture Hacks und sinnvolle Kalkulation des ROI, um den Mehrwert der eigenen Arbeit effektiver und profitabler zu machen. Es helfe, über die Inhaltsebene zu gehen (statt über Schlagworte) und eine UX Community aufzubauen (z.B. über einen Community-Day). Natürlich spielen auch Stakeholder-Management und Kommunikation eine große Rolle.

Wie schafft man Feedback-Kanäle für Endnutzer im B2B-SaaS-Bereich?

„Wie schafft man Feedback-Kanäle für Endnutzer im B2B-SaaS-Bereich?“ lautete die Frage in dieser Session von Natascha. Dabei wurde die Idee vorgestellt, die eigene App als Feedback-Kanal zu nutzen, was zunächst auf Vorbehalte gestoßen sei. Einige dieser Vorbehalte waren: das Management vom Mehrwert überzeugen, Incentives schaffen (da die Zielgruppe während der Arbeitszeit teilnehmen müsse), Diskussionen mit Vertriebler:innen und Datenschutz. Feedback sei ein Geschenk, für das man sich bedanken müsse – sonst bekomme man irgendwann keines mehr.

Die Design Sprint Serie: In Rekordzeit von den Anforderungen zum Konzept … und zu mehr Nutzerzentrierung

In der Session von Rosen ging es um Erfahrungen bei aufeinander folgenden Design-Sprints. Diskutiert wurde unter anderem, wie Entscheidungen getroffen werden können (Festlegung von Regeln für Entscheidungen, etwa „Joker“ für Mehrheitsentscheidungen). Vorteile liegen in der guten Planbarkeit und in der Möglichkeit, auch umfangreiche Konzepte konsequent durchzugehen. Durch den gelebten HCD-Prozess prägt sich das „Wir-Gefühl“ gut aus. 

Erfahrungen und Herausforderungen UX im Unternehmen aufzubauen 

In der Session von Jenny und Sebastian diskutierten die Teilnehmenden, wie UX-Professionals tiefer in ein Unternehmen eindringen können, statt nur UIs zu gestalten. Zwar sei oft Kundenzufriedenheit Teil der Unternehmenspolitik, aber nicht die Frage nach dem „Warum?“, ohne die UX nicht auskommt. Lösungsansätze sahen die Teilnehmenden darin, gemeinsam UX-Visionen und Ziele zu definieren. Dabei muss das Management involviert werden und konkrete Anforderungen an das UX-Team formulieren. Workshops, bei denen man mitmachen kann, niederschwelliger Zugang zu Informationen (z.B. Plakate) und Communities of Practice wurden als Inspirationen mitgegeben.

What’s in for me? – Wie man Fachbereiche zu Mittätern macht

Die Session von Fred behandelte die Frage, wie man Fachbereiche zu Mittätern bei der Etablierung von UX machen kann. Es brauche dazu ein hohes Verständnis, was diese Personen interessieren und welche Ziele sie haben. Tipp dazu: “Behandelt die Fachbereiche wie Nutzende (teilweise erfolgreich) und befähigt andere Fachbereiche, das eigene Mindset zu leben” (etwa durch Leuchtturmprojekte und Wissensvermittlung). Nichts sei besser als Mundpropaganda von Menschen mit hohem Einfluss. Fachbereiche müssen auch nicht alle UX-Maßnahmen hundertprozentig korrekt machen, sondern wissen, wann sie externe Hilfe benötigen.

UX Maturity & UX Mindset – Eine Mindset Survey mit 13.000 Mitarbeitern. Lohnt sich das?

Die Session von Henning beschäftigte sich mit der inneren Haltung der Menschen zum Thema UX. UX-Professionals kämpfen dafür, das UX-Mindset in einem Unternehmen zu verbessern und zu formen, können aber nicht immer andere mitreißen. Um aber eine wirkliche Änderung zu erreichen, braucht ein Unternehmen etwa 20% mehr UX-Befürworter als UX-Gegner. Zur Erfassung des UX-Mindset wurde ein Fragebogen mit drei Dimensionen diskutiert: Experiences (Can you perceive a UX mindset in your work environment?), Attitudes (Do you personally believe in the benefits of UX and promote it?) und Context (Do you have what it takes to act user centric in your work environment?). Einheilige Meinung war: Der Aufwand lohnt!

Vielen Dank für Eure Beiträge

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Teilnehmenden bedanken, die Themen, Fragen und Vorträge beigetragen und mitdiskutiert haben. Vielen Dank.

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