Aske Mottelson (University of Coppenhagen) stellte in seinem Beitrag einen Ansatz vor, mit dem erkannt werden kann, ob Smartphone-Nutzer bei der Eingabe die Wahrheit sagen oder lügen.

„People are not good at figuring out whether something is the truth or not.“

Sie fanden heraus, dass Lügen zum einen daran erkannt werden können, dass Menschen für eine Lüge in der Regel brauchen, als für die Wahrheit. Diesen Effekt konnten sie in einer Studie mit N=100 nachweisen. Außerdem können Lügen an der Stärke des Drucks auf die Bedienelemente erkannt werden.

Der Veritaps-Algorithmus basiert im Detail auf der Messung von unterschiedlichen Daten wie z.B. Eingabedauer, Druck bei der Eingabe oder Bewegung des Smartphones sowie Machine Learning. Der Algorithmus wurde in 3 unterschiedlichen Studien evaluiert.

Mit dem Algorithmus können 81% der wahren Eingaben und 66% der gelogenen Eingaben erkannt werden. Das ist deutlich besser als die menschliche Fähigkeit Lügen zu erkennen (61%).

Siehe auch

Siehe auch

Vollständiges Paper in der ACM Digital Library
cnet.com: This app could turn your phone into a lie detector

Kategorien: Menschliches Verhalten

Ulf Schubert

Ulf ist Experte für Design Management, User Experience und Design Thinking. Aktuell ist er als Head of UX bei DATV für die User Experience der DATEV Produkte verantwortlich. Davor hat er mit seiner Agentur openeyes bzw. später bei SirValUse Unternehmen, wie z.B. eBay, Microsoft, OTTO, Axel Springer und MINI, zu User Experience, Innovation und Design beraten. Er engagiert sich über Bitkom und German UPA für besseres Digital Design in Deutschland. Er teilt seine Erfahrungen über Vorträge auf Konferenzen und Trainings. Er ist einer der Gründer und Organisatoren des UX Stammtisch Franken.