IAK11: Einfach ist nicht immer einfach

Diana Frank (büro für konzeption und gestaltung) hat sich in ihrem Vortrag mit dem Mythos von Einfachheit am Beispiel einer iPad-App für das Finanzwesen beschäftigt. Die iPad-App sollte externen Berater eines Unternehmens bei der Information und Beratung von Kunden unterstützen. Es sollte ein erster Prototyp entwickelt werden.
Wichtiger Schritt in diesem Projekt war die Klärung der Erwartungshaltung der einzelnen Stakeholder, da sie überzeugt ist, dass

“Zufriedenheit mißt sich an erfüllten Erwartungen.”

Dazu wurden Personas und User Stories entwickelt, um die Erwartungen des Kunden, der Berater und Kunden des Unternehmens zu klären. Natürlich war es eine große Erwartung auf seiten des Auftraggebers, dass die iPad-App einfach einfach ist. Damit ist aber aus ihrer Sicht nicht gemeint, dass die iPad-App keine Komplexität besitzen darf. Komplexität bedeutet nicht gleichzeitig komplizierte Bedienung:

Eine gute App ist nicht unkomplex. Sie unterläßt es nur den Nutzer zu verwirren. Komplexität ist relativ, situativ, kontextsensitiv und durchaus erwünscht.

Eine mobile App wird einfach, wenn die App:
* genau eine Aufgabe richtig gut unterstützt (one selling use),
* auf konsistente Funktionsprinzipien setzt,
* einen explorativen und spierlerischen Zugang bietet
Nebenbei hat auch sie eine Lanze für Skizzen gebrochen. Der Prototyp wurde in Form von Skribbles visualisiert. Für sie bestand der große Vorteil von skizzenhaften Prototypen darin, dass sie für alle Beteiligten einen gewissen Interpretationsspielraum lassen und zum weiterdenken anregen.

Siehe auch

IA Konferenz 2011

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